Herner Traum platzt
17.01.2010 | 20:27 Uhr 2010-01-17T20:27:00+0100Durch eine 63:65-Niederlage beim Bundesligarivalen WWK Donau-Ries verpassten die Basketballerinnen des Herner TC den Einzug ins Halbfinale des deutschen Pokalwettbewerbs.
WWK Donau-Ries - Herner TC 65:63 (32:35)
Viertel: 17:9, 15:26, 20:10, 13:18.
WWK: Wilson (18), Mircheva (17), Danckert (14/1 Dreier), von Geyr (7), Recht (5), Dluzyk (4), Ebertz. Freiwurfquote: 64 % (14/22). Wurfquote Feld: 40 % (26/62). Rebounds: 43.
HTC: Hightower (16/2), Drozd (15/3), Terzic (13/1), Balandis (8), O'Rourke (4), Zberch (4), Tomic (3), Karic, Mücke. Freiwurfquote: 73 % (11/15). Wurfquote Feld: 33 % (23/70). Rebounds: 31.
Aus der Traum. Mit einer denkbar knappen Niederlage in Nördlingen verabschiedeten sich Hernes Basketballerinnen gestern nachmittag aus dem DBBL-Pokalwettbewerb. Wenigstens bleibt den Verantwortlichen damit die schwierige Überlegung erspart, ob sie das ebenso reizvolle wie kostspielige Endturnier mit Halbfinals und Finalspielen in Herne ausrichten wollen.
Für Trainer Marek Piotrowski war dies aber nicht einmal ein schwacher Trost. „Wir haben nicht konsequent genug verteidigt und schlecht von außen geworfen. Deshalb haben wir verloren”, benannte er die größten Mängel im Spiel seiner Mannschaft. „Vielleicht hat einigen auch der Sieg der letzten Woche noch im Kopf gesteckt. Die Enttäuschung ist jedenfalls jetzt sehr groß.”
Start verschlafen
Obwohl das Gros des HTC-Teams bereits tags zuvor angereist war, kamen die Gäste nicht gerade ausgeschlafen aus der Kabine. Erst als Donau-Ries mit einer 9:0-Serie von 4:4 (2.) auf 13:4 (6.) davon zog, wurden die Hernerinnen langsam wach, konnten den Rückstand bis zum Ende des ersten Viertels aber nicht mehr nennenswert verkürzen.
Im zweiten Abschnitt dann ein völlig verändertes Bild. Der HTC ließ den Ball nun schneller zirkulieren und spielte sich freie Wurfgelegenheiten heraus, die nun auch besser genutzt wurden. Insbesondere Kapitänin Lucie Balandis konnte in dieser besten Herner Phase mit sechs Punkten in Serie Akzente setzen. So ging es mit einer Drei-Punkte-Führung in die Kabine.
Rückfall in alte Fehler
Dort aber schienen die Hernerinnen alle guten Vorsätze vergessen zu haben. Jedenfalls fielen sie wieder in alte Fehler zurück und gerieten erneut ins Hintertreffen. In der letzten Pause rüttelte Piotrowski seine Damen wach. Schnell kamen sie von 45:52 auf 50:52 heran, doch WWK konterte und zog auf 59:51 (38.) davon. Sechs Punkte von Carlene Hightower brachten den HTC noch einmal heran, Minja Terzic traf per Dreier zum 63:64. Fast sechs Sekunden waren noch zu spielen. Ein schnelles Foul, und der HTC hätte noch eine Chance gehabt. Doch Nadzeya Drozd zögerte, ließ wertvolle Zeit verrinnen. 0,9 Sekunden vor Schluss kam ihre Attacke - viel zu spät, wie Piotrowski tadelte. Brianne O'Rourkes Verzweiflungswurf von der Mittellinie verfehlte das Ziel, Herne war geschlagen. Aus der Traum vom Final Four.
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