Hart erkämpfter Derbysieg
20.02.2012 | 15:53 Uhr 2012-02-20T15:53:00+0100
SG FdG Herne -
VfL Telstar Bochum3:2
Sätze: 22:25, 22:25, 25:23, 25:20, 15:11.
Mit einem 3:2-Sieg meldeten sich die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Friedrich der Große Herne in der Liga zurück. Bisher war der Februar für die Herner Damen ein gebrauchter Monat. Dem letzten Sieg gegen Allbau Essen Ende Januar folgten Niederlagen gegen Olpe und in Bonn. Die Partie in der ehemaligen Bundeshauptstadt war besonders umkämpft, weshalb die Niederlage extrem ärgerlich war. Deshalb freute es Trainer Uli Walkenhorst umso mehr, dass sein Team dieses Mal als Sieger die Halle verlassen konnte.
Dabei sah es nach zwei Sätzen gar nicht gut aus für die Gastgeberinnen, Trainer Walkenhorst war ziemlich bedient: „Am Anfang jagte ein Fehler den nächsten.“ Die Aufschläge waren zu schwach, um den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Bochum ernsthaft unter Druck zu setzen. Große Probleme in der Annahme verhinderten immer wieder ein konstruktives Offensivspiel. Die Hernerinnen waren froh, wenn der Ball überhaupt übers Netz flog. Die Folge: 0:2 nach Sätzen.
„Dann habe ich die Mädels einmal ordentlich wachgerüttelt,“ erklärte Walkenhorst. Das bekamen dann die Nachbarstädterinnen zu spüren. Die SG FdG tat nun endlich wieder das, was sie lange Zeit im Damenvolleyball ausgezeichnet hatte: Kämpfen bis zum Umfallen. Und plötzlich liefen auch gleich alle anderen Dinge besser. Wobei auch die Gäste ihre Chance auf den zweiten Saisonsieg nicht aufgeben wollten.
Das Derby war dramatisch, emotional und auch sportlich jetzt auf einem hohen Niveau, der Satzsieg hochverdient, auch wenn Telstar nach einem 14:18-Rückstand noch einmal auf 21:21 herankam. Auch einige taktische Maßnahmen zahlten sich aus. So ging Jana Kruska wieder auf ihre gewohnte Position in der Diagonalen, und Monika Bando spielte auf Außen weiter.
Den vierten Satz konnten die Gastgeberinnen dann mit 25:20 zu ihren Gunsten entscheiden. Ihr druckvolles Spiel bereitete den Bochumerinnen zunehmend Probleme. Es kam also zum Satzausgleich. Der psychologische Vorteil nach der Aufholjagd tat dann sein Übriges. In der Verlängerung ließen die FdG-Damen nichts mehr anbrennen und fuhren ihren siebten Saisonsieg ein, wie im Hinspiel in Bochum ebenfalls in der Verlängerung. Ein hartes Stück Arbeit.
FdG: Börding, Heynck, Bando, Peters, Heisel, Röchner, Zwingmann, Kruska, Pietsch.
0mitdiskutieren