Gut gelaunt zum Flieger
03.10.2011 | 16:28 Uhr 2011-10-03T16:28:41+0200
SG FdG Herne -
VC Allbau Essen
3:0
In der vergangenen Saison kämpften die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Friedrich der Große Herne bis zuletzt um den Klassenerhalt, sicherte ihn sich schlussendlich dann durch die allerletzte Hintertür. Es scheint, als müssten die FdG-Anhänger in dieser Saison nicht so lange zittern. Mit dem zweiten Sieg im dritten Saisonspiel befindet sich das Team von Trainer Uli Walkenhorst auf Kurs.
Der FdG-Trainer, der auch den gestrigen Gegner VC Allbau Essen einmal trainiert hat und die Mannschaft deshalb nur zu gut kennt, stellte seine aktuellen Schützlinge taktisch hervorragend auf diese Partie ein. „Die Mädels haben meine Anweisungen super umgesetzt. Wir waren mannschaftlich geschlossen und haben uns nach der Niederlage am Samstag wieder deutlich verbessert präsentiert“, resümierte ein zufriedener Coach. Von Beginn an ließen die Gastgeberinnen die Essenerinnen spüren, dass für sie in Herne nichts zu holen ist. Die Walkenhorst-Truppe präsentierte sich am Tag der Deutschen Einheit als eine Herner Einheit und setzte sich im ersten Satz früh ab. Dass der Satz trotzdem nur zu 23 gewonnen wurde, lag vor allem wieder einmal an einer doch zu hohen Eigenfehlerquote. Aber auch die Essener droschen den ein oder anderen Ball freundlicherweise mal ins Netz oder über das Herner Feld hinaus.
Im zweiten Satz lagen die FdG’lerinnen allerdings früh zurück. Aber besonders Zuspielerin Julia Röchner zeigte sich wieder von ihrer starken Seite und servierte für ihre Mitspielerinnen, überraschte aber auch das ein ums andere Mal selbst. 25:20 hieß es am Ende des zweiten Satzes.
Die Gäste gingen zunehmend mehr Risiken ein und hatten damit auch Erfolg. Der dritte Satz sollte zu einem wahren Krimi werden. Besonders die Big Points, die langen Ballwechsel, wurden frenetisch von den zahlreichen Zuschauern gefeiert, vor allem deshalb, weil sie zu einer Vielzahl dem Herner Punktekonto gutgeschrieben wurden. Als der Matchball zum 28:26 verwandelt wurde, war die Freude über den zweiten Sieg entsprechend groß.
Fast noch größer dürfte sie gewesen sein, als das gesamte Team anschließend zum Flughafen nach Frankfurt gefahren ist, um Australien-Heimkehrerin Jenny Heisel zu empfangen. „Mal sehen, in welcher Verfassung sie ist“, fragt sich Walkenhorst, ob auch in Australien Volleyball gespielt wird. Die Verfassung des FdG-Teams ist zur Zeit jedenfalls erstaunlich. „Auch wenn die Sätze immer relativ eng waren, haben wir verdient gewonnen. Das war nach der Niederlage gegen Langenfeld die richtige Antwort und gut fürs Selbstvertrauen“, freute sich der Trainer, der mit seinem Team nun zwei Wochen Zeit hat, um sich auf das nächste Spiel in Olpe vorzubereiten. Zeit, um vor allem Neuzugang Kira Walkenhorst und Rückkehrerin Jenny Heisel ins System zu integrieren.
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