Gipfeltreffen in Berlin
18.02.2010 | 16:05 Uhr 2010-02-18T16:05:00+0100
Mit einem Sieg bei Hertha BSC kann Spitzenreiter TTC Ruhrstadt Herne den ärgsten Konkurrenten auf dem Weg in die 1. Bundesliga abschütteln. Ruhrstadt-Trainer Jens Stötzel erwartet eine ganz enge Partie.
Uwe Eulig
Mit dem Spiel beim derzeitigen Tabellenzweiten Hertha BSC beginnen für den TTC Ruhrstadt Herne am Sonntag um 15 Uhr die „Wochen der Wahrheit” in der 2. Tischtennis-Bundesliga.
Trotz des Unentschiedens gegen Hamm haben die Herner noch einen beruhigenden Vier-Punkte-Vorsprung auf die Berliner und liegen nach Minuspunkten auch noch drei Zähler vor Dortmund und Siek, die ein Spiel weniger ausgetragen haben. Bei einem Erfolg in Berlin könnte sich das Stötzel-Team schon mal eines Konkurrenten im Titelkampf entledigen und den dann noch folgenden drei schweren Spielen gelassener entgegen sehen.
Nur nicht einfrieren
Vielleicht ist Hertha sogar die höchste der noch anstehenden Hürden, denn in Berlin muss man sich einer sehr spielstarken Mannschaft erwehren, die in der Rückrunde nur gegen den SV Siek einen Punkt abgab, hingegen so starke Teams wie den BVB, GW Bad Hamm und den TTC Hagen deutlich bezwang.
Mehr noch als die gegnerischen Akteure fürchten die Ruhrstädter jedoch das Spiellokal, eine verschmutzte, zugige Halle, in der man um diese Jahrezseit dicke Unterwäsche braucht, um an den Platten nicht einzufrieren. Kein Wunder, dass die Hauptstädter, die an diese Verhältnisse gewöhnt sind, bis auf ein Remis gegen Bergneustadt alle Spiele zu Hause hoch gewannen.
Eine klare Niederlage schließt Jens Stötzel jedoch ebenso aus, wie einen deutlichen Erfolg für sein Team: „Es wird auf jeden Fall eine ganz enge Partie, deren Ausgang völlig offen ist. Leichte Vorteile für die Berliner im oberen Paarkreuz sollten wir durch unsere stärkeren Doppel wettmachen können. In der Mitte und unten sehe ich die Mannschaften in etwa gleich stark.”
Reed von der Rolle
Vielleicht fällt diesmal die Entscheidung in der Mitte, wo Herne Akteure mit sehr unterschiedlicher Form aufbietet. Während Ricardo Walther mit 8:0 ein überragendes Rückrundenergebnis aufweist, ist Daniel Reed ziemlich von der Rolle. Nach einer guten Vorrunde hat der Engländer in der Rückrunde mit 2:5 als einziger Herner eine negative Bilanz.
Dem 20-Jährigen muss man allerdings mildernde Umstände zugestehen. Abiturstress, Reisestrapazen und die Zuatzbelastung im englischen Nationalteam fordern ihren physischen und psychischen Tribut. Vielleicht gibt ihm ja am Sonntag seine komplett anwesende Familie die nötige moralische Unterstützung. Die verbringt das Wochenende gemeinsam mit ihm in Berlin und lässt sich den Auftritt ihres Daniel natürlich nicht entgehen.
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