Gemischte Gefühle
23.02.2012 | 14:48 Uhr 2012-02-23T14:48:00+0100
Mit gemischten Gefühlen fährt der TTC Ruhrstadt am Sonntag zum SV Werder Bremen, wo um 15 Uhr das nächste Bundesligaspiel beginnt. Zu frisch sind noch die beiden Niederlagen (im Pokal und eine Woche später in der Liga) in Erinnerung, die den bisherigen Saisontiefpunkt für die Herner markierten. Damals waren die Bremer genauso sieglos wie die Ruhrstädter und hinkten ihren Zielen (Play-Off-Teilnahme) noch weiter hinterher als diese.
Inzwischen haben beide Teams die Kurve gekriegt, das Tabellenende längst verlassen und liegen auf den Plätzen sechs (Bremen, 12 Punkte) und sieben (Herne, 10 Punkte). Mit jeweils 3:1 Siegen gehören beide Mannschaften in der Rückrunde zu den besten Teams.
Gleiche Aufstellung
Mit Jung Hoon Kim, Petr Korbel und Lars Hielscher werden die Herner mit der gleichen Mannschaft antreten, wie sie bei der 2:3-Niederlage im Pokal-Achtelfinale begonnen hatten. Damals holte Kim beide Punkte und Petr Korbel ließ sich wegen seiner Armverletzung und nach der 0:3-Niederlage gegen Adrian Crisan entnervt durch Erik Bottroff vertreten. Der musste auch eine Woche später bei der 0:3-Niederlage ran, weil der für dieses Spiel eingeplante Seiya Kishikawa es vorzog, das Halbfinale bei den Swedish Open zu spielen.
Von ähnlichen Widrigkeiten hofft Jens Stötzel beim dritten Aufeinandertreffen gegen die Bremer verschont zu bleiben und den Hanseaten diesmal mehr entgegen setzen zu können. Die Erwartungen ruhen dabei einmal mehr vor allem auf Jung Hoon Kim, der mit seiner Gesamtbilanz von 10:5 der herausragende Spieler seines Teams ist und mit 5:1 in der Rückrunde sogar das drittbeste Ergebnis der Liga aufweist. Eine ähnlich herausragende Rolle spielt bei den Bremern keiner. Doch Adrian Crisan (10:12), Sharath Kamal Achanta (6:8) und Jens Lundquist (8:9) stehen allesamt fast ausgeglichen da und belegen damit die mannschaftliche Geschlossenheit. Die war auch maßgeblich für den überraschenden Erfolg des SVW am letzten Wochenende in Fulda, wo alle drei mit je einem Punkt am 3:2-Sieg beteiligt waren, und rückt Werder auch gegen die Ruhrstädter in die Favoritenrolle.
Dennoch werden die alles daran setzen, die beiden Scharten auszuwetzen. Vor allem Lars Hielscher gegen seinen Ex-Club und Petr Korbel wollen im dritten Anlauf endlich punkten und ihren Teil zu einer gelungenen Revanche beitragen.
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