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Ex-Profi Tim Bauer verstärkt Westfalias Handballer

04.07.2012 | 15:19 Uhr
Ex-Profi Tim Bauer verstärkt Westfalias Handballer
Für den Zweitligisten HSG Düsseldorf war Tim Bauer (Mitte) in der letzten Saison am Ball. Zum Ausklang seiner ereignisreichen Karriere kehrt der 34-Jährige jetzt zu seinem Stammverein Westfalia Herne zurück. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Handballlandesligist HC Westfalia Herne meldet einen spektakulären Neuzugang und damit den Vollzug der Planung für die Saison 2012/13: Tim Bauer (34), zuletzt in Diensten des insolventen Zweitbundesligaabsteigers HSG Düsseldorf, kehrt als Spieler und Co-Trainer zu seinem Stammverein zurück. Damit schließt sich der Kreis, der Bauer nach dem Wechsel 1997 vom Oberligisten VfL Gladbeck über die 2. Bundesliga (Eintracht Hagen, SG Solingen) in die deutsche Erstliga (HC Wuppertal, SG Willstadt/Schutterwald) und ab 2005 für ein sechsjähriges Engagement nach Spanien mit den Stationen Valencia, Altea, Santander und Puerto de Sagunto führte. Mit Ablauf der Saison 2010/11 verließ der Herner Tim Bauer als letzter deutscher Akteur die erste spanische Liga (Asobal).

„Es war uns eine Herzensangelegenheit, den besten Herner Handballer zurückzuholen und seine Erfahrung für das junge Team zu nutzen“, ist Vorsitzender Martin Schade über das Engagement des Linkshänders hoch erfreut. Vom weiteren höherklassigen Neuzugang Jerome Barth – wie bereits berichtet – wird er die nötige Unterstützung erhalten. „Wir haben unsere Aufgabenstellung, den Kader mit jungen und erfahrenen Akteuren aus Herne zu verstärken, erfüllt. Gemeinsam mit den A-Jugendbundesligahandballern Robin Hettrich, Robert Flaßbeck und Marco Parracino passen Bauer und der in Herne beschäftigte Barth voll in unser Konzept. Auf Bewerber ohne Herner Stallgeruch haben wir bewusst verzichtet.“

Trainer Jens Körner hat jetzt mit Unterstützung von Tim Bauer die Aufgabe, die starke Konkurrenz im Handballkader für eine positive Entwicklung zu nutzen und eine gute Mischung aus jungen sowie erfahrenen Spielern zu finden. Martin Schade sieht es als erforderlich an, auch neue Strukturen und Hierarchien herauszubilden: „Ich bin mir aber sicher, dass alle mit großem Einsatz und Ehrgeiz das Ziel einer guten Platzierung verfolgen werden.“ Den Verbandsligaaufstieg hat Schade nicht als zwingend vorgegeben, würde sich aber sicherlich nicht dagegen wehren.

Aber man weiß ja nie genau, wie die Konkurrenten „aufrüsten“. Aus Haltern ist beispielsweise zu hören, dass dort Frank Habbe, Ex-Bundesligaspieler und bester Akteur der NRW-Auswahl als amtierender deutscher Handball-Polizeimeister, angeheuert hat. Auch die HSG Schalke 04/96 ist stark einzuschätzen. Es bahnt sich eine spannende Handballsaison in der Landesliga an.

Manfred Scheibe

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