Ein Ball fehlt zum Sieg
14.02.2010 | 21:13 Uhr 2010-02-14T21:13:00+0100
Spitzenreiter TTC Ruhrstadt Herne erlaubt sich ein 8:8 gegen Hamm. Schlussdoppel vergibt vier Matchbälle.
TTC Ruhrstadt Herne - TTC GW Bad Hamm 8:8
Spiele: Yordanov/Bottroff - Evans/Schuy 3:0, Walther/Helbing - Chen/Lang 1:3, Reed/Förster - van Spanje/Chung 3:0, Yordanov - Lang 1:3, Bottroff - Chen 3:1, Walther - van Spanje 3:1, Reed - Evans 1:3, Förster - Schuy 3:0, Helbing - Chung 1:3, Yordanov - Chen 3:2, Bottroff - Lang 2:3, Walther - Evans 3:1, Reed - van Spanje 2:3, Förster - Chung 0:3, Helbing - Schuy 3:1, Yordanov - Bottroff Chen/Lang 2:3.
Uwe Eulig
Einen kurzen Tischtennisnachmittag mit einem klaren Sieg für den TTC Ruhrstadt hatten die meisten der 80 Zuschauer erwartet, die am Karnevalssonntag den Weg in die Ruhrstadtarena gefunden hatten. Doch es sollte ganz anders kommen.
Vier Stunden später war das Match immer noch nicht beendet. Es stand 8:7 für den Tabellenführer aus Herne, als Teodor Yordanov und Erik Bottroff im Abschlussdoppel bei einer 2:0-Satzführung ihren ersten Matchball hatten. Doch den wehrten Chen Zhibin und Jochen Lang ab und holten sich den dritten Satz. Wenige Minuten später die nächsten beiden Chancen für die Ruhrstädter, nicht nur das Doppel, sondern das gesamte Spiel zu gewinnen. Diesmal wehrten die Hammer sogar drei Matchbälle ab und retteten sich mit 14:12 in den Entscheidungssatz, den sie schließlich mit 11:9 gewannen, nachdem sie bereits 10:6 geführt hatten.
Damit hatte der Viertletzte das Unentschieden geschafft und für die Riesenüberraschung in der 2. Tischtennis-Bundesliga gesorgt. Dass Ruhrstadt-Trainer Jens Stötzel eindringlich vor den Gästen gewarnt hatte, schien bei dem einen oder anderen seiner Schützlinge nicht richtig angekommen zu sein. Insbesondere Daniel Reed lieferte bei seinen beiden Niederlagen gegen die in der Mitte keineswegs übermächtigen Grün-Weißen eine unterirdische Leistung ab.
Damit war er zwar der einzige Ruhrstädter, der zweimal verlor, aber außer Ricardo Walther gab es auch keinen, der zweimal gepunktet hätte. Am ehesten wäre das noch Erik Bottroff gelungen. Der hatte gegen den 46-jährigen chinesischen Altstar Chen Zhibin in fünf spannenden Sätzen gewonnen und führte in seinem zweiten Einzel im Entscheidungssatz bereits 7:2 gegen Jochen Lang. Doch dieser holte Punkt um Punkt auf, wobei ihm auch des öfteren Netz- und Tischkante zur Seite standen. Als er erneut mit einem „Nassen” mit 10:9 in Führung ging, platzte dem 19-jährigen Erik der Kragen und er machte sich mit einem unfeinen Ausdruck Luft. Im ersten Einzel schon wegen eines etwas zu hart „abgelegten” Schlägers mit der gelben Karte vorbestraft, gab es jetzt noch die rote obendrauf. Das bedeutet im Tischtennis einen Punkt für den Gegner, und der reichte Lang zum Sieg.
Das Unentschieden alleine auf Pech oder zu harte Schiedsrichterentscheidungen zurückzuführen, würde allerdings dem stark spielenden und unermüdlich kämpfenden Gast nicht gerecht werden. Der haderte seinerseits zweimal mit dem Pech, als Chen seine beiden Einzel jeweils wegen eines Fehlaufschlags in den Entscheidungssätzen verlor.
09:35
Mit einem Benehmen wie Herr Bottroff es zeigte, verschreckt man potentielle Sponsoren. Der Zuschauer will gutes Tischtennis sehen, keine Pöbeleien von Spielern, die sich nicht unter Kontrolle haben.
Und so jemand soll nächste Saison in der DTTL die Stadt Herne und das Ruhrgebiet repräsentieren ? Nein danke .