Die Wiedergeburt des DSC
14.06.2011 | 15:34 Uhr 2011-06-14T15:34:00+0200
Mit dem zweiten Aufstieg in Folge spielt der DSC in der nächsten Saison in der Verbandsliga und ist damit wieder da angelangt, wo er vor drei Jahren bereits war. Damals befand sich der Club im Niedergang, war gerade aus der Oberliga abgestiegen und zwei weitere Abstiege sollten folgen. Inzwischen war die Mitgliederzahl des einst so ruhmreichen Zweitligisten auf 46 gesunken, womit man mit Mühe und Not drei Herren-, eine Jugend und eine Schülermannschaft auf die Beine stellen konnte.
Da hielt es den früheren langjährigen Vorsitzenden Willi Schrödter nicht mehr in der selbst verordneten Tischtennis- und Verantwortungsabstinenz, und er übernahm 2009 erneut das Ruder des schwer angeschlagenen Vereinsschiffs. Mit ihm und dem von ihm gleich in erster Amtshandlung eingesetzten Geschäftsführer Jörg Stöck wurde der Kahn sehr schnell wieder flott gemacht. Die Bilanz der zwei Jahre grenzt fast an ein Wunder, woran der sportliche Höhenflug der ersten Herren sogar noch den geringsten Anteil hat. Um eine Mannschaft zu pushen, genügt es, ein paar gute Spieler zu verpflichten, was mit Thorsten Honefeld, Jens Faber, Jörg Stöck und Dirk Vogelsang zwar auch geschah, aber eben nicht als einzige Maßnahme. Heute steht der Club mit fünf Herren-, zwei Jugend- und drei Schülermannschaften bei 117 Vereinsmitgliedern insgesamt wieder glänzend da. Wobei der Glanz nicht nur von der Zahl sondern vor allem von dem allgemeinen sportlichen Erfolg ausgeht. Wer den Namen DSC Wanne-Eickel in den TT-Tabellen sucht, braucht nur auf den ersten, allenfalls mal auf den zweiten Platz zu sehen. Die Bilanz: Fünf Meistertitel und sechs Aufstiege in der gerade abgelaufenen Saison.
„Mein größter Wunsch ist es, in absehbarer Zeit unsere erste Mannschaft mit Spielern aus den eigenen Reihen besetzen zu können“, setzt Willi Schrödter die eindeutige Priorität auf die Jugendarbeit. Dort werden Gerd Harders, laut Schrödter „ein Mann, dem wir sehr viel zu verdanken haben“, und der amtierende Jugendwart Marco Stamm inzwischen durch ein ganzes Team von Übungsleitern unterstützt.
Allzu fern scheint der Tag nicht mehr zu sein, an dem sein Herzenswunsch in Erfüllung gehen wird. Jedenfalls ist es beeindruckend zu sehen, was die Nachwuchstalente, zu denen neuerdings auch Jörg Stöcks Sohn Hendrik gehört, jetzt schon mit dem kleinen Zellulloidball alles anstellen können.
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