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Aufschlag frei zur Bundesliga

25.05.2012 | 16:43 Uhr
Aufschlag frei zur Bundesliga
Tennis Herren 2. Bundesliga am 12.06.2011 in Herne. TC Parkhaus Wanne Eickel - TTC Pfungstadt. Ferran Ventura. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Mit einem Heimspiel gegen den TC Oberwerth Koblenz starten die Herren 30 des TC Parkhaus Wanne-Eickel am Pfingstsonntag in ihre fünfte Zweitligasiason. Verstärkt mit dem früheren Weltranglistenspieler Benjamin Kohllöffel, Felix Ehlert und Rodolfo Noriega peilen die Eickeler einen Auftaktsieg und einen Platz im oberen Mittelfeld an.

Pfingstsonntag ab 11 Uhr ist es wieder soweit. Mit einem Heimspiel gegen den TC Oberwerth Koblenz starten die Herren 30 des TC Parkhaus Wanne-Eickel in ihre fünfte Bundesligasiason. Nachdem bereits seit Ende April der Spielbetrieb auf Bezirks- und Verbandsebene angelaufen ist, ziehen jetzt auch die Topspieler des TCP die Saiten auf. Wieder einmal geht es quer durch die Republik, drei reizvolle Aufgaben in Stuttgart, Leipzig und Biberach warten auf die Eickeler. Zuhause an der Reichsstraße müssen sie sich mit Köln, Krefeld, Saarbrücken und zum Auftakt mit Koblenz auseinander setzen.

Davidsens Ziel: Platz drei bis fünf

Dabei steht in dieser Saison ganz klar im Fokus, von Anfang an nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. „Zwischen Platz drei und fünf wollen wir uns am Ende wiederfinden“, formuliert Trainer Dieter Davidsen das Ziel. „Die Hausaufgaben hierfür sind gemacht.“ Zwar hat mit Tobias Wessel ein Mann die Reichsstraße verlassen, der immer für spektakuläres Tennis, oft auch für einen Punkt gut war, dafür dürfen sich die heimischen Sportfreunde auf Benjamin Kohllöffel freuen. Hernes bester Tennisspieler aller Zeiten brachte es in der ATP-Weltrangliste bis unter die besten 500 brachte, ehe er ein Stipendium in Los Angeles annahm und parallel zum Studium im amerikanischen Collegetennis Titel einheimste. Jetzt hat Kohllöffel die Altersgrenze erreicht, und da war es für ihn Ehrensache, für das Team seines ersten Trainers Dieter Davidsen den Schläger zu schwingen. Auf Position zwei hinter dem Spanier Ferran Ventura dürfte der 30-jährige Linkshänder schwer zu schlagen sein.

Zudem verstärken Frank Ehlert und Rodolfo Noriega den Kader, so dass auch Ausfälle besser zu kompensieren sind als in der Vergangenheit. Zum Stamm zählen weiterhin Ferran Ventura, Mariusz Zielinski, David Bronner, Kai Becker, Michael Parzy und Olaf Grandt, die mit dem souveränen Gewinn der Hallen-Westfalenmeisterschaft im Februar schon ein deutliches Zeichen gesetzt haben. Jetzt wollen sie beweisen, dass die Herren 30 des TCP auch in der 2. Bundesliga eine feste Größe geworden sind.

Die Jungs haben das ganze Jahr über gut trainiert, keiner ist verletzt und alle fiebern dem 1. Spiel gegen Koblenz entgegen. Nach vier vergeblichen Anläufen soll endlich mal ein Sieg im Auftaktspiel her, um dann eine Woche später in Stuttgart nachzulegen. Besonders freut sich Teamchef Davidsen auf die Doppel. „Hier war aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit absoluter Handlungsbedarf gegeben. Deshalb haben wir uns auch etwas einfallen lassen und zwei Spieler im Team, die sich fast ausschließlich aufs Doppel konzentrieren.“

Auch Koblenz hat aufgerüstet

Was nicht heißt, dass er auf die Einzel weniger Wert legt. Im Gegenteil. Davidsen ist überzeugt, das beste Team ins Rennen schicken zu können, das je für den TC Parkhaus gespielt hat. Allerdings schläft auch die Konkurrenz nicht. Auftaktgegner Koblenz hat mit dem Franzosen Olivier Mutis (Nr. 1), dem Inder Mithun Murali (2) und dem Ägypter Amr Ghoneim (5) drei spielstarke Ausländer in seinen Reihen und ist deutlich höher einzuschätzen als vor zwei Jahren, als der TCP in Koblenz mit 7:2 gewann. Und auch auf den Meldebögen der übrigen Rivalen tauchen etliche klangvolle Namen auf.

Doch an der Reichsstraße hat man keinerlei Anlass, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen. „Alles ist möglich. Mit dem besten Publikum der Liga im Rücken sollte tatsächlich im fünften Jahr endlich auch der ersehnte Auftaktsieg eingefahren werden“, wünscht Davidsen. Neben der Qualität jedes einzelnen Spielers lässt ihn vor allem der über Jahre geförderte und gewachsene Teamgeist optimistisch in die Saison blicken. „Die Tatsache, dass die Jungs auch im Winter regelmäßig auf dem Platz standen und fleißig trainiert haben, hat uns eng zusammengeschweißt“, meint der Coach. „Typisch Parkhaus übrigens, dass dieses Training immer gemeinsam mit der ersten Herrenmannschaft und der Nummer eins der Damen, Kathrin Hegel, stattfand. Auch der ein oder andere talentierte Jugendliche wurde zu diesem Training immer mal wieder eingeladen und kam somit in den Genuss, auf dieser Ebene mit zu trainieren.“



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