Aufgabe gelöst
25.05.2010 | 22:14 Uhr 2010-05-25T22:14:00+0200
SpVg. Blau-Gelb Schwerin -
DSC Wanne-Eickel
1:3 (1:1)
Was der Westfalenligist gestern beim Landesliga-Schlusslich zeigte, war keine fußballerische Offenbarung, wohl aber die adäquate Lösung einer nicht allzu anspruchsvollen Aufgabe. Ohne ernsthaft in Gefahr zu geraten, nahm der DSC die letzte Hürde auf dem Weg in den Verbandspokal und qualifizierte sich zugleich für das Kreispokalfinale gegen den SC Westfalia. Die neue Saison beginnt also gleich mit dem prestigeträchtigen Herner Fußballgipfel – keine schlechte Aussicht.
Das Ergebnis war auch für DSC-Trainer Klaus Berge das Wichtigste an diesem Spiel. „Von der Weiterentwicklung, der letzten Wochen war heute aber nichts zu sehen“, meinte er trocken. Besonders das sorglose Auftreten zwischen der 20. und 45. Minute missfiel ihm, und das machte er in der Kabine auch deutlich. „Zur Pause habe ich der Mannschaft ein Arroganztraining in Aussicht gestellt.“
Scheinbar hatten seine Spieler wenig Lust auf ein Arroganztraining å la Berge. Also legten sie nach Wiederbeginn einen Zahn zu und stellten die Schweriner ruhig, noch bevor die richtig aufmüpfig werden konnten. Marc Jansen nutzte seine zweite Großchance binnen fünf Minuten und überwand BG-Keeper Süllow mit einem vermutlich ungewollten Aufsetzer zur zweiten Wanne-Eickeler Führung. Die war dann in den letzten 35 Minuten auch nicht mehr wirklich gefährdet. Allerdings dauerte es ziemlich lange, bis Jansen mit seinem zweiten Tor das Gespenst einer Verlängerung endgültig verscheuchte.
Ein Eintore-Rückstand ist nämlich fix aufgeholt. Diese Erfahrung machte der DSC in der ersten Hälfte. Als Benni Reis eine nette Kombination zum 0:1 abschloss, wähnten sich die Wanner zu sicher und ließen drei, vier Chancen zu, von denen eine auch zum Ausgleich führte. Da musste Berge erst einiges „nachjustieren“.
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