Achtbar geschlagen
08.02.2012 | 15:10 Uhr 2012-02-08T15:10:00+0100
Als einer der erfahrensten Ausrichter von Judo-Veranstaltungen in ganz NRW wickelte der DSC Wanne-Eickel auch die Westdeutschen Einzelmeisterschaften der U17 zügig und problemlos ab. Und auch auf der matte machten zwei DSC-Talente eine recht gute Figur.
Der Junge hat gerade erst Geburtstag gefeiert. 14 Jahre ist David Moczarski alt, aber im Judo ziemlich frühreif. Bei der Westdeutschen Meisterschaft der U17 musste der Wanne-Eickeler sich mit lauter Gegnern messen, die ein, zwei Jahre älter sind als er – in diesem Alter können das Meilensteine sein. Doch David machte seine Sache gut. Auch wenn es letztlich nicht für einen der vorderen Plätze reichte, hat er sich selbst und seinen Verein ordentlich vertreten.
Seine Bilanz in der Sporthalle Wanne-Süd, die sich bei dieser Westdeutschen als winterlicher „Eisschrank“ präsentierte: Drei Einzelkämpfe konnte er in der Gewichtsklasse bis 66 Kilo mit Ippon für Uchi-mata und Ura-nage gewinnen, in den anderen beiden Kämpfen machte er trotz Niederlagen einen guten Eindruck. Das reichte am Ende für Platz neun. Volker Gößling vom DSC zeigte sich voll des Lobes für seinen Schützling: „Er war gut dabei, wir können absolut zufrieden sein. Die Konkurrenz war zwar sehr stark, aber er ist ein großes Talent. Ich traue ihm viel zu.“ Das sieht offenbar auch der Landestrainer so, der David in die Westdeutsche U17-Auswahl berufen habe.
Als zweiter DSC-Vertreter nahm Eike Liese in der Gewichtsklasse bis 81 Kilo an den Westdeutschen teil. Er verlor zwar seine beiden Kämpfe und schlug sich, wie Gößling es formulierte, „unter Wert“. Jedoch sei er „nicht vorgeführt worden“, der Deutsche Sport-Club wurde also insgesamt gut vertreten von seinen beiden Judoka.
Besonders beachtlich schnitten die rheinischen Vereine ab. JC Hennef, 1. JC Mönchengladbach, TSV Bayer Leverkusen – dass die Athleten der Rhein-Teams in den unterschiedlichen Klassen auf den vorderen Plätzen landeten, liegt auch in der sportlichen Infrastruktur begründet. Schließlich gibt es links und rechts des Rheins den Bundesleistungsstützpunkt in Köln, die Landesleistungsstützpunkte in Leverkusen, Mönchengladbach und Düsseldorf, außerdem die Sportschule in Hennef. „Viele gute Sportler wandern in diese Städte ab“, so Gößling.
Der DSC hat als Ausrichter der regionalen Meisterschaft einmal mehr sein Organisationstalent unter Beweis gestellt. Zuletzt war es so, dass jedes Jahr mindestens eine Westdeutsche in Wanne-Eickel ausgetragen wurde. „Das“, sagte Gößling, „zeigt, dass wir uns als Ausrichter einen guten Namen gemacht haben.“
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