Zeit des Abschieds im Baumhof

Mit ein bisschen Wehmut wird Robert Wasilewski am Sonntag in sein letztes Spiel als Trainer der TSG Sprockhövel gehen.Foto:Walter Fischer
Mit ein bisschen Wehmut wird Robert Wasilewski am Sonntag in sein letztes Spiel als Trainer der TSG Sprockhövel gehen.Foto:Walter Fischer
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Sprockhövel..  Mit dem Heimspiel gegen den DSC Arminia Bielefeld II wird am Sonntag ein dicker Strich unter die Oberliga-Saison 2014/2015 gezogen. Und für viele alte TSGler wird es der letzte Auftritt im Baumhof sein.

Auch für Trainer Robert Wasilewski, der wahrscheinlich zum ersten Mal in dieser Saison entspannt in eine Partie gehen wird. Denn seit dem vergangenen Wochenende hat die TSG den Klassenerhalt sicher. „Nach einer schwierigen Saison“, wie Wasilewski noch einmal betont. „Wir hatten im Sommer des vergangenen Jahres viele Abgänge, wir mussten eine neue Mannschaft aufbauen, und wir hatten großes Verletzungspech. Was wir dann aber mit unserem Minikader erreicht haben, kann sich ganz sicher sehen lassen.“

Zwar wurde es zum Schluss doch noch einmal eng, doch eigentlich haben die Sprockhöveler schon im April den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt. Denn im April blieben sie ungeschlagen. Überhaupt war die TSG in den meisten Spielen auf Augenhöhe. Mit dem TuS Erndtebrück, Rot-Weiss Ahlen, Westfalia Rhynern und Arminia Bielefeld II gibt es nur vier Mannschaften, gegen die die TSG leer ausging. Gegen alle anderen Mannschaften wurde gepunktet. Und auch gegen Bielefeld soll im letzten Spiel noch etwas Zählbares geholt werden.

Robert Wasilewski möchte noch einmal einen schönen Nachmittag im Baumhof erleben. Nicht nur für sich, sondern auch für diejenigen Spieler, die den Verein verlassen werden. Das sind ja bekanntlich nicht wenige. Patrick Knieps, Phillipp Schulz, Christian Kalina, Tim Oberc, David Padovan, Philipp Rößler, Aldin Hodzic, Vincenzo Porrello sowie Ferhat und Hasan Ülker werden die TSG verlassen. Außerdem wird Andrius Balaika seine Karriere als Spieler beenden, bleibt dem Verein aber erhalten. Denn der Litauer wird im Sommer die Nachfolge von Robert Wasilewski antreten.

Wasilewski selbst weiß noch nicht so richtig, wie es für ihn in Sachen Fußball weitergehen soll. Der 44-Jährige tendiert aber dazu, zunächst einmal eine Pause einzulegen. „Vielleicht werden es sechs Monate, vielleicht auch ein Jahr“, gibt Wasilewski Einblick in seine Gedankenspiele. „Doch jetzt muss ich erst einmal ein wenig Abstand gewinnen. Denn es war eine Saison, die sehr an den Kräften gezehrt hat.“

Platz 14 ist noch möglich

Im letzten Spiel unter seiner Regie erwartet Wasilewski, der zugibt, dass er mit ein bisschen Wehmut gehen wird, aber „mehr als nur einen Sommerkick“. Immerhin kann die TSG noch an Neuenkirchen vorbeiziehen und auf Platz 14 klettern. „Vielleicht ist das mit dieser Mannschaft noch zu wenig, es hätte auch Platz zehn werden können“, sagt Wasilewski. „Aber es war halt nicht immer ganz so leicht.“