Winz-Baak macht sich selbst Konkurrenz

Leszek Strzyzewski spielte in der vergangenen Saison noch für die  zweite Mannschaft des VfL Winz-Baak. Künftig wird er die Drittvertretung verstärken.Foto:Michael Korte
Leszek Strzyzewski spielte in der vergangenen Saison noch für die zweite Mannschaft des VfL Winz-Baak. Künftig wird er die Drittvertretung verstärken.Foto:Michael Korte

Hattingen..  Auf eine enorm erfolgreiche Saison blickt die Tischtennis-Abteilung des VfL Winz-Baak zurück. Über die erste und zweite Mannschaft wurde in der Hattinger Zeitung schon berichtet, heute geht es um die Dritt- und Viertvertretung.

Die dritte Mannschaft des VfL Winz-Baak wurde schon vor der zurückliegenden Kreisliga-Saison von den Tischtennis-Experten als Aufstiegskandidat gehandelt. Dafür gibt es auch einen einfachen Gründen, denn letztlich bestand die Mannschaft ausschließlich aus Spielern, die zuvor schon ausgiebig Luft auf höheren Ebenen geschnuppert hatten. So geriet der Aufstieg auch dann nicht ins Wanken, als mit Thomas Kolb ein Stammspieler eine längere Auszeit brauchte und ersetzt werden musste.

In der kommenden Saison geht die Mannschaft in der Bezirksklasse an den Start und trifft dort in derselben Gruppe sowohl auf die eigene Zweitvertretung als auch auf die vierte Mannschaft. „Vorgesehen ist, dass Leszek Strzyzewski aus unseren zweiten Mannschaft und Nico Möller aus unseren vierten das Team in der kommenden Saison verstärken werden“, sagt VfL-Sprecher Lars Odendahl. „Dann sollte für unsere dritte Mannschaft letztlich ein sicherer Platz im Mittelfeld herauskommen.“

Die vierte Mannschaft der Nordstädter hatte zu Saisonbeginn gute Chancen, ebenfalls den Aufstieg von der Kreisliga in die Bezirksklasse zu schaffen. Nachdem die Mannschaft zu Weihnachten auf Aufstiegskurs war, wurde sie jedoch zur Rückrunde arg gebeutelt. „Am schlimmsten, sportlich wie menschlich, war sicherlich der traurige und unerwartete Verlust von Armin Kensy“, so Lars Odendahl. „Das war für die ganze Abteilung aber insbesondere natürlich die vierte Mannschaft schwer zu verkraften.“

Zudem fielen mit Holm Dukat, der aus beruflichen Gründen kürzer trat, und Daniel Krause, der sich auf sein Abitur vorbereitete noch weitere Stammspieler für weite Teile der Rückrunde aus. Das Aufstiegsprojekt geriet so noch stark in Gefahr, und letztlich wurde es auch erst auf dem Umweg der Relegation dann doch noch erreicht. „Es klingt etwas kitschig, aber dieser Aufstieg ist vielleicht der schönste in dieser Erfolgssaison“, sagt Odendahl. „Das beweist, dass die Spieler der unteren Mannschaften genauso wertvoll für einen Verein sind wie die Spitzenspieler. Und das zeigt zudem, dass unsere Breitensportphilosophie Erfolg hat.“

Klaucke kommt von den Preußen

Inklusive des Ausfalls in der dritten Mannschaft mussten in der Rückrunde vier Stammkräfte in der Kreisliga häufig bis dauerhaft ersetzt werden. Dies wäre nicht möglich gewesen, wenn die Spieler der fünften Mannschaft nicht Sonderschichten gefahren hätten, um für die Dritt- und Viertvertretung einzuspringen. „Die Spieler der sechsten und siebten Mannschaft haben dann die fünfte getragen“, so Odendahl weiter. „Auch ehemals aktive Spieler, die eigentlich schon im Tischtennis-Ruhestand sind, haben in dieser Zeit bei uns dann stark ausgeholfen.

Neuzugang in der vierten Mannschaft ist Paul Klaucke Jr., der von Preußen Elfringhausen zum VfL Winz-Baak wechselt. Zudem wird Leif Herwig aus der fünften Mannschaft aufrücken. Dennoch dürfte sich die vierte Mannschaft in der neuen Saison vom ersten Spieltag an im Abstiegskampf befinden.