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Handball: DJK Märkisch

Wie ein zweiter Aufstieg

23.05.2011 | 15:21 Uhr
Wie ein zweiter Aufstieg

Es ist noch einmal gut gegangen. Nach einer Saison, die zwischenzeitlich einer Fahrt auf der Achterbahn glich, freuen sich die Kreisliga-Handballer der DJK Märkisch über den Klassenerhalt.

Ganz wichtig sei das gewesen, sagt Handball-Abteilungsleiter Volker Schmuck. Den Klassenerhalt empfinde er wie einen zweiten Aufstieg. „Ein Abstieg wäre für uns auch ein herber Rückschlag gewesen“, sagt Schmuck. „Jetzt wollen wir uns in der Kreisliga etablieren. Es ist ja nicht ganz leicht zwischen den beiden Großen, TuS Hattingen und DJK Westfalia Welper.“

Mit einem Happy-End für die DJK Märkisch war nach der Hinrunde nicht zwingend zu rechnen. Denn die Hattinger gingen mit fünf Punkten ins neue Jahr. Doch Märkisch steigerte sich. Sicher auch deshalb, weil mit Julian Rothacker, Roberto Westerwelle und Felix Buchmüller neue Spieler hinzukamen. Aber vor allem darum, weil sich die bewährten Kräfte steigerten.

Und so kehrte nach den Siegen gegen Wattenscheid und ETG Recklinghausen schnell wieder Optimismus ein. Allerdings nur für kurze Zeit, denn auf der Handball-Achterbahn ging es in den folgenden vier Partien wieder steil nach unten. Drei Niederlagen mit jeweils nur einem Tor Differenz gab es gegen die unmittelbare Konkurrenz im Abstiegskampf.

Entscheidende Knackpunkte für Märkisch waren sicher die Spiele gegen die übermächtige zweite Mannschaft der DJK Westfalia Welper. Das trifft auf das Hinrunden-Spiel in negativem Sinn zu. „Da haben wir uns ordentlich blamiert“, sagt Volker Schmuck. „Aber in der Rückrunde haben wir gegen Welper ein tolles Spiel abgeliefert. Und diesen Schwung konnten wir dann auch in die weiteren Partien rüber retten.“

So war es. Vor allem durch Siege gegen die richtig starken Mannschaften der Liga sicherte Märkisch den Klassenerhalt, der bereits am vorletzten Spieltag feststand. Märkisch profitierte dabei von fremder Hilfe, doch auch aus eigener Kraft hätte es gereicht, weil das finale Spiel gegen Wattenscheid dann doch noch gewonnen wurde.

Also ein schöner Abschluss: Auch für Trainer Andreas Bittcher sowie für Manuel Weber und Sascha Wimmers, die nicht mehr in der Märkisch-Erstvertretung spielen werden. Auch Hermann Geier will zunächst etwas kürzer treten.„Wir danken ihnen für ihr Engagement“, sagt Volker Schmuck. „Andreas Bittcher hat die gute Arbeit von Lutz Unterberg fortgesetzt und ist mit der Mannschaft in die Kreisliga aufgestiegen. Er hat für neue Euphorie und Begeisterung gesorgt.“

Der Großteil des Kaders wird auch in der neuen Saison für Märkisch spielen. „Außerdem sind neue Spieler bei uns immer willkommen“, sagt Schmuck. „Ich denke, dass man sich bei uns sehr wohl fühlen kann.Wir sind ein familiärer Verein.“

Einen neuen Trainer hat Märkisch bereits gefunden. Nachfolger von Andreas Bittcher wird Matthias Katzenmeier. Der 47-jährige Sozialpädagoge fand den Kontakt zu Märkisch über seinen Sohn Mika. Der spielt nämlich in der DJK-D-Jugend, die von Volker Schmuck trainiert wird. So kam man ins Gespräch. „Wenn ich nicht angesprochen worden wäre, dann hätte ich mich um den Trainer-Posten bei Märkisch beworben“, sagt Katzenmeier, der von dem Verein also eine ganze Menge hält. Seine neue Mannschaft hat er auch schon während der Saison beobachtet. „Es ist eine Mannschaft mit Potenzial, die aber auch noch Luft nach oben hat“, sagt der Nierenhofer und bringt es dann auf den Punkt: „Tore, die man hinten nicht kassiert, muss man vorne nicht werden.“ So einfach kann Handball sein.

Als Spieler hat Matthias Katzenmeier in der Landesliga bei Borussia Wuppertal und in der Bezirkliga bei der Langenberger SG gespielt. Als Trainer war er in der Bezirksliga bei der Langenberger SG und bei der ESG 99/06 engagiert. Bei der ESG trainierte er zudem das Damen-Landesliga-Team.

Heiner Wilms

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