Westfalia-Jugend wieder auf eigenen Füßen

Neu eingekleidet: Die Handball-Mannschaften der DJK Westfalia Welper in ihrer Heimspielstätte in der Halle an der Marxstraße.Foto:Walter Fischer
Neu eingekleidet: Die Handball-Mannschaften der DJK Westfalia Welper in ihrer Heimspielstätte in der Halle an der Marxstraße.Foto:Walter Fischer
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Hattingen.. 15 Jahre lang war man im Juniorenbereich eins gewesen mit dem TuS Hattingen - zusammengefasst unter dem Namen JSG Hattingen-Welper. Dann aber wurde beschlossen, sich zu trennen und eigenständig weiterzumachen.

Seitdem ist für die DJK Westfalia Welper ein aufregendes halbes Jahr vergangen: Die zweite Mannschaft stieg von der Bezirksliga in die Kreisliga ab. Dagegen sorgte die Erstvertretung für eine erfreuliche Überraschung, als sie entgegen aller Prognosen die Klasse hielt und so auch im nächsten Jahr noch Landesliga-Handball wird bieten können.

Die Schicksale der von der Trennung betroffenen Jugend-Mannschaften hingegen entschieden sich erst in jüngster Vergangenheit. In den üblichen Qualifikationsrunden trat der Nachwuchs an, um die Ligazugehörigkeit für die nächste Saison auszuspielen. Abgesehen von der männlichen D- und C-Jugend, die ihr Glück in der Kreisliga probieren werden, treten alle anderen Welperaner Mannschaften in der Kreisklasse an. Dies sei insofern unproblematisch, da die DJK Erfolg sowieso mehr über eine gute Ausbildung als über eine Ligazugehörigkeit definiere. „Es gilt, im Rahmen der Möglichkeiten eines Jeden, die für ihn bestmögliche sportliche Entwicklung zu schaffen. Außerdem sollen sich die Kinder und deren Eltern wohlfühlen“, so DJK-Vorsitzender Fabian Andreas. Die Klassenzugehörigkeit sei bei der DJK nur ein Bewertungskriterium zweiten Ranges, schreibt er in einem Statement auf der Internetseite des Vereins. Wahrscheinlich wird zur neuen Saison jede Altersklasse ab der F-Jugend – die ohne Wertung bei Spielfesten antritt – bei den Junioren besetzt sein.

Kooperation mit der TSG

In manchen Jahrgängen könnte es neben der Jungen-Mannschaft sogar ein Mädchenteam oder eine gemischte Mannschaft geben. Die weibliche A-Jugend der DJK spielt weiterhin mit den A-Juniorinnen der TSG Sprockhövel zusammen. Die für die Kinder und Jugendlichen verantwortlichen Trainer werden zur neuen Spielzeit aus einem Kreis von 20 Personen ausgewählt. Manche Mannschaften sollen sogar von zwei, manche gar von drei Trainern betreut werden. Und auch einen Paten soll jede Mannschaft zur Seite gestellt bekommen. Der soll die Eltern unterstützen, bei den Spielen als Zeitnehmer fungieren und Mannschaftsfahrten oder Trainingszubehör organisieren.

Damit den jungen Handballern die bestmögliche Ausbildung geboten werden kann, will die DJK Westfalia Welper ihren kürzlich durchgeführten Trainerlehrgang in Zukunft öfter anbieten. Bei der ersten Ausgabe vor zwei Monaten nahmen neben dem Coach des Damenteams, Tobias Lask, elf Jugendtrainer der Westfalia teil. Auch zwei Übungsleiter der TSG Sprockhövel waren vor Ort. Schwerpunkt des Lehrgangs war das alters- und entwicklungsgerechte Training im Jugendbereich. „Wir bieten den Trainern an, hier ihre Trainerlizenzen zu machen. Wir hoffen, Trainer und Kinder so besser zu machen“, sagt Andreas. Das sei, so der Westfalia-Vorsitzende, das Hauptziel des Vereins. Und das soll auch ohne Partner erreicht werden.