Westfalia begeistert die Fans

Dominik Braunheim, der Trainer Michael Wolf vertrat, hatte im Spiel gegen Bommern einige taktische Schachzüge parat.Foto:Walter Fischer
Dominik Braunheim, der Trainer Michael Wolf vertrat, hatte im Spiel gegen Bommern einige taktische Schachzüge parat.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Hattingen.. DJK Westfalia Welper -
TuS Bommern 26:25

Mit einem 26:25-Sieg brachte die DJK Welper dem Tabellenführer TuS Bommern überraschend die erste Saisonniederlage bei. Die DJK sicherte sich, obwohl ersatzgeschwächt, zwei wichtige Punkte, während man beim Favoriten um die ehemaligen Welperaner Ingo Brebach, Mathias Kilfitt und André Bauer die Welt nicht mehr verstand.

„Gebt Gas, das Dschungel-Camp fängt gleich an.“ Mit diesen Worten trieb das dann aber sehr sachlich und ohne theatralische Gesten leitende Schiedsrichtergespann Thomas Klock/Michael Winkelhane am Samstag zur Eile. Das Spektakel, das die Welperaner dann aber ihren begeisterten Fans boten, stellte die Dschungelshow in den Schatten. Die DJK-Spieler bestanden nämlich die härteste in der Liga mögliche Prüfung gegen den Spitzenreiter mit Bravour, während sich Kandidatin Sara wenig später im Fernsehen ihrer Aufgabe erst gar nicht stellte.

Diese Angst war den Schützlingen von Trainer Dominik Braunheimfremd. Sah es zunächst so aus, als sollte das Spiel den erwarteten Verlauf nehmen, kam die DJK nach dem taktischen Schachzug, zunächst Bommerns Marius Jung und dann auch noch Routinier Thomas Hitzemann offensiv zu decken, viel besser ins Spiel. Besonders Nils Pradtke mit seinen präzisen Gewaltwürfen und der quirlige Toni Zimmermann von links waren nicht zu bremsen. Sieben der ersten acht Tore gingen auf das Konto der beiden Schützen, die dann nahtlos von Sören Baumann abgelöst wurden, der mit drei Treffern in Folge für eine 11:8-Zwischenführung sorgte.

Die zweite Halbzeit war an Spannung nicht zu überbieten. Bommern glich den 11:14-Pausenrückstand aus, geriet gegen entfesselte Welperaner wieder mit 20:22 in Rückstand und nahm dann eine Ballverlustserie der DJK zu einer glücklichen 24:22-Führung an. Doch, oh Wunder, die DJK-Köpfe blieben oben, Niklas Jülicher wehrte nicht nur den dritten Siebenmeter, sondern auch noch den Nachwurf ab. Und ausgerechnet Nils Pradtke, soeben noch der Unglücksrabe mit den Abspielfehlern, schwang sich mit drei weiteren Treffern zum Matchwinner auf.

„Spielfilm“: 0:3 (5.), 2:5, 6:6, 8:7 (19.), 11:8, 14:11 (Hz.), 14:14 (34.), 16:14, 16:17, 22:20 (53.), 22:24 (56.), 25:24 (59.), 25:25, 26:25.
DJK: Jülicher, Feick; Pradtke (8), Lask, Andreas, Maerz (3), Baumann (5), Zimmermann (6), Buchmüller, Grimm-Windeler (3), Soliga, Schott (1), Rehbein.