Westerholt wirft Hattingen aus dem Pokal

Nachwuchsspieler Jonas Kilfitt (rechts) empfahl sich mit fünf Toren für weitere Aufgaben.Foto:Manfred Sander
Nachwuchsspieler Jonas Kilfitt (rechts) empfahl sich mit fünf Toren für weitere Aufgaben.Foto:Manfred Sander
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.. TuS Hattingen -
SV Westerholt 32:42

Der TuS Hattingen ist aus dem laufenden Pokalwettbewerb ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Frank Osterloh unterlag im Viertelfinale auf Kreisebene in der Kreissporthalle dem Verbandsligarivalen SV Westerholt glatt mit 32:42.

Der Titelverteidiger aus Westerholt war schon aufgrund der letzten Ergebnisse in der Verbandsliga als Favorit in das Spiel gegangen. Da den Hattingern zudem im Gegensatz zu den mit einem kompletten Kader angereisten Gästen mit Jakob Jäger, Luca Kuhnhenn, Josef Pospiech und dem kurzfristig auch noch verletzt ausgefallenen Jannis Stecken auch noch viele wichtige Spieler fehlten, wurden die Chancen auf den Einzug ins Halbfinale schon im Vorfeld noch bedeutend schlechter.

Zunächst entwickelte sich aber eine recht ausgeglichene Partie mit wechselnden Führungen. Auf beiden Seiten fehlte aber die gedankliche Bereitschaft, alles für einen Sieg zu tun. „Es war vor der Pause ein richtiges Mittwochabend-Spiel“, umschrieb Hattingens Trainer Frank Osterloh die mangelnden Emotionen der Spieler nach einem ganz normalen Arbeitstag.

Das änderte sich allerdings nach dem Seitwechsel. Aber nur auf Seiten der Westerholter. SV-Spielertrainer Philipp Jacob nahm nun das Zepter in die Hand. Die Gäste erhöhten schlagartig das Tempo und dominierten fortan das Spiel mit ihrer individuellen Klasse. Das Team um den ehemaligen Hattinger Thomas Kersebaum wurde nach dem 20:22 im Rückraum immer durchschlagskräftiger und torgefährlicher. Während die Hausherren nur noch reagierten und nicht mehr selbst agierten, zogen die Westerholter in Windeseile auf acht Tore davon.

Nach einer Dreiviertelstunde nahm Frank Osterloh eine Auszeit, um seine Jungs noch einmal aufzurütteln und ein sich anbahnendes Fiasko zu verhindern. Das gelang dann auch. Am überaus klaren Sieg der Jacob-Sieben gab es aber nicht mehr zu rütteln. Der SV Westerholt zog souverän in das Halbfinale des Kreispokals ein und befindet sich auf dem besten Weg, den Titel erfolgreich zu verteidigen.

Erfreulich für den TuS Hattingen war das Comeback von Felix Osterloh. Der Torjäger hat seine lang anhaltenden Schulterprobleme offenbar endgültig überwunden und trug sich fünfmal in die Torschützenliste ein, wenngleich die mangelnde Spielpraxis natürlich nicht zu übersehen war. Neben Linus Grossmann (6) und Felix Osterloh war Jonas Kilfitt (5) bester Hattinger Schütze. Der Nachwuchsspieler aus der Landesligamannschaft wird aufgrund der Personalprobleme auch in den nächsten Wochen im Verbandsligakader bleiben.

„Spielfilm“: 6:6, 12:10, 14:14, 17:19 (Hz.), 17:21, 20:22, 22:30, 28:35, 32:42.
TuS: Monjé, Sellmann; S. Cammann (2), Dobrodt (4), Grossmann (6), Kilfitt (5/1), Osterloh (5), Schäffer (2), Schimm (1), Schmitz (3), Sinnemann (4/1).