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Fußball: Westfalenliga

Wer ist die Nummer eins im Kreis?

25.11.2011 | 17:01 Uhr
Wer ist die Nummer eins im Kreis?

Sprockhövel. Nicht nur um Punkte für die Tabelle geht es am Sonntag im Bremenstadion, wenn der dort beheimatete TuS Ennepetal die TSG Sprockhövel empfängt. Es geht um mehr. Es geht auch um die Frage, wer denn nun die Nummer eins im Kreis Hagen ist.

In der vergangenen Saison blieb diese Frage noch unbeantwortet – allerdings hatte die TSG leichte Vorteile. Das Hinspiel wurde im Baumhof hochverdient mit 2:0 gewonnen, allerdings ging das Rückspiel in Ennepetal mit 0:1 verloren. In der Saison 2011/2012 steht allerdings der TuS Ennepetal zurzeit noch besser da. Der TuS ist Tabellendritter, die TSG steht auf Rang sechs.

Sprockhövels Trainer Lothar Huber ist aber fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft in Ennepetal gewinnen kann, auch wenn es, nach zwischenzeitlichem Höhenflug, zuletzt doch wieder einige Dämpfer gegeben hatte. In diese Kategorie fallen das 2:2 beim Tabellenletzten BV Brambauer und natürlich auch die 3:4-Niederlage im Pokal gegen den Bezirksligisten TuS Wengern. Doch auch dieses Spiel, wenngleich verloren, brachte für Lothar Huber neue Erkenntnisse. Nämlich die, dass die Spieler, denen er eine Chance gab, sich zu präsentieren, diese nicht nachhaltig nutzen konnten. „Das ist schade“, sagt Huber. Aber nicht nur schade, sondern vielmehr ärgerlich sei die Tatsache, dass seine Mannschaft innerhalb von knapp 20 Minuten eine 2:0-Führung aus den Händen gegeben habe. Doch das sei jetzt abgehakt. „Das Spiel gegen Ennepetal wird ein ganz anderes. Da wissen die Jungs, wie sich sich zu präsentieren haben“, sagt Huber.

In Ennepetal treffen Sprockhövels Spieler auch auf einige ihrer ehemaligen Mannschaftskameraden – nämlich auf Lukas Winczura, Sinan Hajra und Serdar Demirel. Hajra und Winczura erwartet der TSG-Trainer in der Startelf. Im Falle Serdar Demirel sieht das anders aus. Denn Demirel, einst Sprockhövels bester Torjäger, hatte schon in der Rückrunde der vergangenen Saison seinen Stammplatz bei der TSG verloren. Und beim TuS Ennepetal hat er sich einen solchen noch nicht erkämpfen können. Allerdings blitzte zuletzt im Pokalwettbewerb wieder seine alte Klasse auf. Denn beim 5:0-Sieg gegen den A-Kreisligisten C. R. Italiano schoss Serdar Demirel vier Tore.

Ob er sich damit für einen Einsatz am Sonntag empfehlen konnte, bleibt abzuwarten. Auf Sinan Hajra und Lukas Winczura werde man am Sonntag aber auf jeden Fall ein Auge haben müssen, sagt Lothar Huber. „Beide werden uns natürlich zeigen wollen, dass ihre Abgänge für uns ein Verlust sind“, so der der Trainer, der aber auch auf Ennepetals Torjäger Dimitrios Ropkas und auf Spielmacher Timo Erdmann aufmerksam macht. Beide kamen von der SG Wattenscheid 09 – Erdmann erst im Sommer, Ropkas schon ein Jahr zuvor.

Und für Druck im Spiel nach vorne sorgt letztlich auch die Flügelzange mit Semih Yigit und Abdulah El-Youbari. „Ennepetal ist stark in der Offensive“, sagt Huber. „Das heißt für uns, dass wir nach hinten gut arbeiten müssen. Wenn wir das machen, dann können wir Ennepetal schlagen. Wir haben ja auch schon Spitzenreiter Wattenscheid 09 geschlagen, und wir haben auch gegen Hordel gewonnen, als Hordel noch auf Platz zwei stand. Wenn wir jetzt auch den Tabellendritten Ennepetal schlagen, dann haben wir alle durch.“

Heiner Wilms

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