Welperaner trauern der verpassten Chance nach

Westfalia Welpers Vorsitzender Fabian Andreas kann der Mannschaft auf dem Feld vorerst nicht mehr helfen.Foto:Walter Fischer
Westfalia Welpers Vorsitzender Fabian Andreas kann der Mannschaft auf dem Feld vorerst nicht mehr helfen.Foto:Walter Fischer
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Hattingen..  Am letzten Wochenende hat die DJK Westfalia Welper die große Chance verpasst, im Kampf um den Landesligaerhalt den wohl entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Die Wolf-Sieben verlor überraschend das Heimspiel gegen den Tabellenletzten SG Handball Hamm III mit 31:35. Heute spielen die Welperaner beim Tabellenzweiten FC Schalke 04 (Anwurf: 19.30 Uhr). Und da wird es naturgemäß ganz schwer, dieses Versäumnis nachzuholen.

Fabian Andreas am Knie verletzt

Dass die DJK in der Lage ist, auch die ganz Großen dieser Liga zu ärgern, hat allerdings auch schon Spitzenreiter TuS Bommern leidvoll erfahren. Der unmittelbare Konkurrent der Schalker musste sich erst Mitte Januar den Jugendkraftlern geschlagen geben. Seitdem hat sich die Personalnot bei der Mannschaft von Trainer Michael Wolf aber weiter ausgebreitet. Ausgerechnet Welpers spielender Präsident, Fabian An­dreas, hat sich gegen Hamm schwer am Knie verletzt. Andreas, Sinnbild für Motivation, Einsatzfreude und ganz feiner Technik, ist als Leitwolf quasi unersetzlich. Zwar hat sich ganz offensichtlich der zunächst befürchtete Kreuzbandriss nicht bestätigt, doch der diagnostizierte Seitenbandriss setzt Fabian Andreas bis zum Saisonende außer Gefecht. Da auch für Spielmacher Björn Trompeter diese Spielzeit wegen eines Kreuzbandrisses bereits gelaufen ist und sich mit Sergej Schott ein weiterer Spielmacher nach wie vor mit einer Armverletzung herumplagt, sind die Aussichten, beim Meisterschaftsaspiranten in Schalke (erst drei Minuspunkte) etwas zu holen, auf ein Minimum gesunken.

„Da muss für uns schon alles passen“, weiß auch Michael Wolf, dass sein Team weit über sich hinauswachsen muss, wenn beim haushohen Favoriten in Schalke gepunktet werden soll. Neun Siege in Folge fuhren die Schützlinge von Trainer Ralf Anischewski zuletzt ein. „Die haben schon eine gute Truppe zusammengestellt, die durchaus das Zeug zum Aufstieg hat“, sagt Michael Wolf. Der Trainer erinnert aber auch noch einmal daran, dass sein Team den Gegner im Hinspiel beim 26:32 doch lange Zeit richtig geärgert hatte.