Welper unter Wert geschlagen

Oft nicht zu halten: Sören Baumann (rechts) gehörte wegen seiner Durchschlagskraft zu den besten Spielern im Trikot der DJK Welper.Foto:Volker Speckenwirth
Oft nicht zu halten: Sören Baumann (rechts) gehörte wegen seiner Durchschlagskraft zu den besten Spielern im Trikot der DJK Welper.Foto:Volker Speckenwirth
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Hattingen.. TV Brechten -
DJK Westfalia Welper 31:27

Mit einer ärgerlichen, weil völlig unnötigen, 27:31-Niederlage kehrte die DJK Westfalia Welper vom Auswärtsspiel gegen den TV Brechten zurück. „Wir müssen uns da an die eigene Nase fassen“, sagte ein enttäuschter Trainer Dominik Braunheim kurz nach Spielschluss.

Braunheim, der für den verhinderten Michael Wolf die alleinige Verantwortung auf der Bank übernommen hatte, sprach von einigen Schlüsselsituationen, die die Westfalia-Spieler nicht lösen konnten. Besonders die Phase, als die Welperaner mit 10:9 führten und dann in ihrem bis dahin richtig gut funktionierenden Konzept den Faden verloren, lag dem Coach ganz schwer im Magen. „Wir haben hoch gedeckt und den Gegner damit zu Zeitspielen, Fehlpässen und unpräzisen Abschlüssen gezwungen. Dadurch kamen wir oft in Ballbesitz und waren gut im Spiel“, sagte Dominik Braunheim, der nicht verstehen konnte, warum seine Jungs kollektiv die Konzentration verloren und aus der Erfolgsspur gerieten. Die Brechtener setzten sich dann in Eins-gegeneins-Situationen gut in Szene und gingen noch vor der Pause deutlich in Führung.

Nach dem Wechsel verpasste die DJK zunächst trotz Überzahl, das Ergebnis zu verbessern. Allerdings hielt der für Andreas Moog eingewechselte Torhüter Niklas Jülicher die DJK mit starken Reflexen im Spiel. Seine Teamkameraden richteten sich an ihrem Keeper auf, besannen sich der zuvor vergessenen Tugenden und schafften es in der Endphase tatsächlich, noch einmal auf Schlagdistanz heranzukommen. Doch dann das alte Bild: Technische Fehler und mangelhafte Abschlüsse schlichen sich wieder ein und verhinderten, dass die DJK das Blatt noch wenden konnte. Es fehlte einfach die notwendige Konstanz. Brechten war in der entscheidenden Phase cleverer und galliger.

Sonderlob für Jülicher und Baumann

Das Ergebnis sei zu deutlich ausgefallen, sagte Dominik Braunheim, der rückblickend auch die Schiedsrichter mit ins Boot nahm. „Viel sagen möchte ich dazu nicht. Da reicht ja wohl schon der Hinweis auf die Ansetzung von Dortmunder Schiedsrichtern bei einem Spiel in Dortmund“, so Braunheim, der sich gerade in der Endphase über die eine oder andere zweifelhafte Entscheidung mächtig geärgert hatte.

Aus der ersatzgeschwächten Welperaner Mannschaft bekamen Torhüter Niklas Jülicher und der durchschlagskräftige Sören Baumann ein Sonderlob ihres Trainers.

„Spielfilm“: 2:1, 5:5, 9:10, 12:11, 17:13 (Hz.), 18:13, 20:17, 25:20, 29:24, 29:27, 31:27.
DJK: Moog, Jülicher; Pradtke (2), Lask (4), Andreas (3/2), Maerz (1), Baumann (4), Zimmermann (2), Buchmüller, Grimm-Windeler (4), Soliga, Sproedt, Jasinski (2), Schott (5).