Welper kann Ausfälle nicht kompensieren

Jonas Grimm-Windeler erzielt hier eines seiner insgesamt elf Tore – auch er konnte die Niederlage allerdings nicht verhindern.
Jonas Grimm-Windeler erzielt hier eines seiner insgesamt elf Tore – auch er konnte die Niederlage allerdings nicht verhindern.
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen..  Die DJK Westfalia Welper hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt verpasst. Die Mannschaft von Trainer Michael Wolf unterlag im Heimspiel gegen das bisherige Schlusslicht der SG Handball Hamm III mit 31:35.

Die ohne zahlreiche Leistungsträger angetretenen Welperaner verließen das Feld zu Recht als Verlierer, auch wenn sich über einige Schiedsrichterentscheidungen sicherlich streiten ließe. „Unter dem Strich muss man sagen, dass wir die vielen Ausfälle nicht kompensieren konnten“, sagte Michael Wolf nach der Partie.

Dabei begann die DJK nicht so schlecht. Sie gewann in der Abwehr zahlreiche Bälle – nur mit der Verwertung haperte es doch arg. Und so erinnerte die Partie gegen Hamm Michael Wolf an den Sieg in Gladbeck vergangene Woche, die am Ende allerdings noch gewonnen wurde. Nach anfänglicher Westfalia-Führung kamen die Gäste auf, während sich bei den Welperanern die technischen Fehler häuften. Und der Abwehrverbund schaffte es einfach nicht, einfache Gegentreffer zu verhindern. Zur Pause betrug der Rückstand so beim 13:17 schon vier Treffer.

Erst in Schlussphase kommt DJK ran

Zwei schnelle Welperaner Tore nach Wiederbeginn konterte Hamm, das nicht wie ein Tabellenletzter auftrat, mit vier Treffern in Folge und zementierte seinen Vorsprung zunächst. Erst in der Schlussphase schien Welper noch einmal heran zu kommen. Knappe fünf Minuten vor dem Ende waren die Gastgeber beim 29:32 bis auf drei Tore näher gerückt – mehr allerdings gelang nicht mehr.

Die Hauptursache für die Niederlage sah Michael Wolf in der mit Ausnahme der Anfangsphase schwache Deckung seiner Mannschaft. „Es passte natürlich, dass Hamm ausgerechnet gegen uns mit einem neuen Mittelmann kommt. Der hat das Spiel mit entschieden, und ihn haben wir nie in den Griff bekommen“, sagte Wolf. Die beiden Torhüter Jan-Niklas Jülicher und Christoph Heinrichsmeier wurden häufig alleine gelassen, bekamen allerdings auch kaum mal eine Hand an den Ball.

Michael Wolf zollte dem Gegner Respekt. „Ich fand, Hamm hat sich hier gut präsentiert“, sagte er. Das ist angesichts der Tabellenkonstellation auch ein Fingerzeig für die kommenden Wochen.

Denn Welper muss nun nach Schalke zum Zweiten und damit rechnen, dass die Zweit- und Drittvertretungen der Vereine am Tabellenende alles mobilisieren, um den Rückstand zu verkürzen.

DJK Westfalia Welper -
SG Handball Hamm III 31:35

„Spielfilm“: 2:2 85.), 4:3 (10.), 5:6 (15.), 7:10 (20.), 9:13 (25.), 13:17 (30.), 15:21 (35.), 17:24 (40.), 22:27 (45.), 25:30 (50.), 28:32 (55.).
DJK: Jülicher, Heinrichsmeier, Wanders; Pradtke (3), Grimm-Windeler (11), Andreas (1), Baumann (7/3), Soliga (1), Buchmüller (2), Sproedt (3), Maerz (1).