Welper gegen Schalke überfordert

Jonas Grimm-Windeler war mit seinen sieben Treffern im Spiel gegen Schalke noch Welpers erfolgreichster Schütze.Foto: Archiv,Olaf Ziegler
Jonas Grimm-Windeler war mit seinen sieben Treffern im Spiel gegen Schalke noch Welpers erfolgreichster Schütze.Foto: Archiv,Olaf Ziegler
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Hattingen.. FC Schalke 04 -
DJK Westfalia Welper 38:24

Mit einer überaus deutlichen Niederlage kehrte die DJK Westfalia Welper aus Gelsenkirchen an die Marxstraße zurück. Die personell arg gebeutelten Welperaner hatten beim FC Schalke 04 nicht den Hauch einer Chance und verloren glatt mit 24:38.

Vom Anpfiff an wurde schnell deutlich, dass es für die Gäste nichts zu gewinnen gab. Die Mannschaft von Trainer Ralf Anischewski zeigte sofort, wer Herr im Hause war. Über 5:1 ging es in Windeseile auf 10:3, und schon zu diesem frühen Zeitpunkt war klar, dass es nur einen Sieger geben würde – und das war der Tabellenzweite FC Schalke 04. Alles was sich die Welperaner in der Vorbereitung vorgenommen hatten, blieb im Verborgenen. „Wir haben praktisch überhaupt nicht stattgefunden; wir haben uns kampflos ergeben. Kein Aufbäumen und eine ängstliche Körpersprache mit hängenden Köpfen. Das war schon traurig mit anzusehen“, sagte Welpers enttäuschter Trainer Michael Wolf. Dabei hatte Torhüter Tobias Feick gerade in der Anfangsphase seine stärksten Szenen. Neben einem Siebenmeter wehrte er noch einige Großchancen der Königsblauen ab. Doch auch an der guten Leistung ihres Schlussmannes konnten sich die anderen Spieler nicht hochziehen. Michael Wolf diagnostizierte ein kollektives Versagen seiner Schützlinge.

So fand der Coach in der Pause zwar ruhige, aber dennoch deutliche Worte. Er packte seine Jungs bei der Ehre. Und siehe da, fortan stemmten sie sich noch einmal gegen das drohende Unheil, in Schalke völlig unterzugehen. Zumindest einige Zeit lang verlief das Spiel ausgeglichen. Und beim 27:22 war Welper trotz des kleinen Kaders dann sogar bis auf fünf Tore herangekommen. Doch die Schalker waren einfach zu stark. Der Meisterschaftsanwärter zog das Tempo noch einmal an und ließ der DJK in der Endphase keine Möglichkeiten mehr.

„Wir haben aber bewiesen, dass es besser geht, als wir es zunächst gezeigt haben. Es war sehr erfreulich, dass die Jungs sich dann so schnell wieder zusammengefunden haben. Das war auch sehr wichtig, denn daraus können wir Motivation für die nächsten Wochen schöpfen. Denn dann wollen und müssen wir im Abstiegskampf wieder punkten“, sagte Michael Wolf. Mit Ausnahme von Torwart Andreas Moog, der wohl wieder zum Kader stößt, wird sich personell allerdings nicht allzu viel ändern. Mit Björn Trompeter und Fabian Andreas fallen zwei absolute Leistungsträger bekanntlich bis zum Saisonende aus. So hofft man in Welper ganz stark darauf, dass sich Marc Schulz bereit erklärt, wieder in die Bresche zu springen. Mit seiner Torgefährlichkeit würde er der Mannschaft helfen.

„Spielfilm“: 5:1, 10:3, 14:5, 17:7, 19:10 (Hz.), 21:14, 27:19, 27:22, 32:22, 38:24.
DJK: Feick, Jülicher; Pradtke (1), Lask (3), Maerz, Baumann (6/3), Zimmermann (1), Buchmüller (2), Grimm-Windeler (7), Soliga, Schott (1), Sproedt (3).