Volleyball-Frauen bündeln ihre Kräfte

Mit Alexandra Bednarek, die zu den besten Angreiferinnen gehörte, verliert der TuS Hattingen eine absolute Leistungsträgerin. Dafür ist der Kader der ersten Mannschaft künftig aber weitaus breiter aufgestellt.Foto:Michael Korte
Mit Alexandra Bednarek, die zu den besten Angreiferinnen gehörte, verliert der TuS Hattingen eine absolute Leistungsträgerin. Dafür ist der Kader der ersten Mannschaft künftig aber weitaus breiter aufgestellt.Foto:Michael Korte

Hattingen..  Die Volleyball-Frauen des TuS Hattingen stellen sich neu auf.

Nicht mehr vier, sondern nur noch drei Mannschaften werden in der kommenden Saison am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen. Die erste Mannschaft spielt in der Verbandsliga, die zweite in der Bezirksliga und die dritte in der Kreisliga. Zur neuen Spielzeit kommt es gewissermaßen zu einer Fusion der ersten und der alten zweiten Mannschaft.

Die Erstvertretung des TuS Hattingen hat in der vergangenen Saison in der Verbandsliga den Klassenerhalt geschafft, die zweite Mannschaft stieg hingegen aus der Landesliga ab. Obwohl die sportliche Bilanz also denkbar unterschiedlich ausfiel, hatten beide Mannschaften eines gemein – die Personalbesetzung war oft denkbar angespannt.

Und so werden jetzt die Kräfte gebündelt, zumal zwei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team nicht mehr zur Verfügung stehen. Alexandra Bednarek und Franziska Schasiepen hören auf. Trainer Reinhard Wiesner muss also ein neues Team zusammenschweißen.

Die Damen aus erster und zweiter Mannschaft müssen sich aber erst noch richtig kennen lernen. Denn zusammen gespielt haben sie noch nicht. Wenn es in der Erstvertretung Engpässe gab, dann haben meist Spielerinnen aus der dritten und vierten Mannschaft ausgeholfen.

TuS-Spielerin Anna-Laura Timmer ist aber optimistisch, dass die Zusammenführung gelingt. „Wir haben jetzt viel mehr Alternativen“, sagt sie. „Wir haben in der neuen Saison 15 Spielerinnen im Kader. Das macht uns stärker.“

So wollen sich die Hattinger Frauen in der neuen Saison sportlich neu orientieren. Im Klartext heißt das: Das Ziel ist nicht ausschließlich der Klassenerhalt. „Vielleicht geht es ja ein bisschen höher hinauf“, sagt Anna-Laura Timmer. „Aber wir werden das jetzt ganz in Ruhe angehen und dann mal schauen, wie wir in die Saison kommen.“

Lisa Zagermann wieder dabei

Die Hattingerinnen können in der neuen Saison mit einer weiteren Verstärkung rechnen - zumindest zeitweise. Denn Lisa Zagermann hat ihre Volleyball-Auszeit beendet. Wegen chronischer Kniebeschwerden hatte sie zwischenzeitlich sogar an ein Ende ihrer Karriere gedacht. Doch inzwischen haben die Schmerzen nachgelassen, und so gab es zum Ende der vergangenen Saison ein überraschendes Comeback. „Lisa wird aber wohl nicht regelmäßig spielen können“, sagt Anna-Laura Timmer. „Sie wird uns helfen, wenn es ihre Zeit zulässt.“

Obwohl es erst wieder Anfang September um Punkte geht, haben die Hattingerinnen das Training schon wieder aufgenommen. In den Sommerferien wird aber noch einmal eine Pause eingelegt, im August geht es dann richtig los. Dann will sich der TuS Hattingen bei diversen Turnieren in Form bringen. „Und nach diesen Turnieren werden wir dann auch sehen, was für uns in der nächsten Saison möglich ist“, sagt Anna-Laura Timmer. „Dann können wir uns auch ein konkretes Ziel setzen.“