Verkorkste Spielzeit des TuS Hattingen II

Das Hattinger Derby gegen die DJK Westfalia Welper verlor der TuS Hattingen II knapp mit 27:28.Foto:Jürgen Theobal
Das Hattinger Derby gegen die DJK Westfalia Welper verlor der TuS Hattingen II knapp mit 27:28.Foto:Jürgen Theobal
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Hattingen..  Auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Landesliga hat der TuS Hattingen II sein Saisonziel erreicht. Die Mannschaft von Trainer Bernd Vatter belegte in der Endabrechnung den 10. Tabellenplatz und sicherte sich bereits fünf Runden vor dem Ende der Spielzeit den Ligaerhalt. Dabei erzielten die Hattinger mit 19:33 exakt die gleiche Punktzahl wie in der Premierensaison, in der der TuS noch einen Rang schlechter abschnitt. Lediglich das Torverhältnis war seinerzeit etwas besser.

So weit, so gut. Rückblickend bleibt aber festzuhalten, dass die Zweitvertretung des TuS Hattingen sich nach einem blendenden Start mit überragenden 15:3-Punkten nur noch äußerst mühevoll durch die Saison 2014/15 schleppte. Anfangs konnte man noch den Aufstieg der letztjährigen Leistungsträger Jonas Schäffer, Matthias Sinnemann und Sven Schmitz in den Kader der Verbandsligamannschaft mit erfrischendem Tempohandball und mannschaftlicher Geschlossenheit gut kompensieren. Doch urplötzlich kam mächtig Sand ins Getriebe, der bis zum Saisonschluss nicht mehr wegzubekommen war. Ganze vier Punkte waren die überaus spärliche Ausbeute aus den letzten 17 Begegnungen. All das, was die Hattinger in den ersten neun Spielen noch so ausgezeichnet hatte, war mit einem Mal dahin.

Der absolute Negativlauf hatte natürlich auch seine Gründe. Spieler um Spieler brachen Trainer Bernd Vatter weg. Zahlreiche Verletzungs- und Krankheitsfälle dezimierten den Kader auf ein Minimum an spielfähigen Akteuren.

Klassenerhalt vorzeitig gesichert

Der TuS-Coach hatte Mühe überhaupt noch ein Team in Mannschaftsstärke aufbieten zu können. Ob Lennart Cammann, Maximilian Schäfer, Pascal Klöckner oder auch Kevin Siegmund, fielen der Reihe nach aus. „Da war es schon ganz wichtig, dass uns Sven Schuster, der sich mit einer Schulterverletzung herumplagte und berufsbedingt nicht trainieren konnte, Viktor Schönenborn und auch Jens Berger ausgeholfen haben. Und ohne die A-Jugendlichen mit Philipp Gräf an der Spitze, die uns dank des Doppelspielrechtes später zur Verfügung standen, wären wir überhaupt nicht mehr klar gekommen“, äußerte sich Bernd Vatter zum großen Spielerschwund in seinen Reihen. Da kam natürlich zwischenzeitlich bei dem Rest der Truppe und auch beim Trainer schon eine gehörige Portion Frust hoch. „Das ist doch ganz klar, das kann man doch nicht so einfach abschütteln. Wir haben dann mit der ersten Mannschaft eine gemeinsame Trainingsgruppe gebildet und das bis zum Saisonschluss durchgezogen. Und schon rechtzeitig vor dem Ende haben wir dann ja durch knappe Siege über die Ahlener SG II und die PSV Recklinghausen II wieder gepunktet. Und es zeigte sich, dass unser Polster groß genug war, um nicht abzusteigen“, zog Bernd Vatter positiven Schlussstrich . Bernd Vatter wird den TuS Hattingen nach nunmehr zwei Jahren wieder verlassen. Der A-Lizenzinhaber kehrt zu seinem früheren Klub SG Überruhr zurück, den er im Herrenbereich schon sechs Jahre lang in der Verbands- und Landesliga trainiert hat. Bernd Vatter übernimmt das Frauenteam, das in der Oberliga zu Hause ist