Unsichere Zukunft
15.02.2010 | 16:05 Uhr 2010-02-15T16:05:00+0100
Die Diskussion um die Sportplatz-Situation in Hattingen hat zwar nicht den Baubeginn eines Kunstrasenplatzes zutage gefördert, dafür wird darüber diskutiert, zwei Aschenplätze aufzugeben.
Die SG Hill und der SC Oberstüter müssen sich wohl Gedanken machen, wie es über den Sommer hinaus weitergeht.
Der Platz in Bredenscheid soll wegen hoher Betriebskosten aufgegeben werden, die Stadt verhandelt derzeit mit dem Verpächter zur Nieden. „Der Platz ist ziemlich teuer, man kann das Vorgehen der Stadt schon verstehen” sagt Georg Tietz, Geschäftsführer der SG Hill. „Die Planung geht dahin, dass wir zu Märkisch an die Waldstraße gehen”, so Tietz weiter. An die Waldstraße möchte der Verein gerne, klar ist das allerdings noch nicht. Mit Märkisch habe man schon gesprochen, sagt Tietz. „Aber wenn es offiziell wird, müssen wir natürlich auch die Stadt dabei haben.” Schließlich gebe es noch einiges zu klären. Wenn es mit dem Platz an der Waldstraße nicht klappen sollte, sagt Hills Geschäftsführer, „schlecht wäre auch der Wildhagen nicht.” Mit einer Entscheidung, wo seine Mannschaften demnächst kicken werden, rechnet Tietz Anfang März. Die SG Hill nimmt mit zwei Senioren- und jeweils einer Alte-Herren- und Altliga-Mannschaft am Spielbetrieb teil. Laut Tietz könnte es auch sein, dass die SG Hill-Damen wieder eine Mannschaft zusammen bekommt.
Der SC Oberstüter steht vor der Frage, ob er sich die Übernahme „seiner” Platzanlage leisten kann und will. „Das Sportamt will uns jetzt die genauen Zahlen offenlegen”, sagt der SCO-Vorsitzende Hermann Lange. Bisher kenne man nur einen groben Richtwert.
Auf dem Sportplatz in Bredenscheid ist nicht nur die SG Hill Hattingen beheimatet.
Seit Beginn der Saison 2009/2010 spielt auf der Anlage an der B 51 auch der neu gegründete FC Sandzak um Meisterschaftspunkte. Sandzak stellt zurzeit eine Seniorenmannschaft, die aktuell auf Platz zwei in der Fußball-Kreisliga C steht.
„Der Platz in Oberstüter ist der billigste, aber da kommt trotzdem einiges zusammen”, sagt Lange. „Da müssen wir uns unterhalten. Einfach wird das nicht.” Die Anlage in Ordnung zu halten sei eine Sache, die Kosten für Wasser, Strom und Gas eine andere. „Viele Zuschauer zur Finanzierung haben wir ja auch nicht.” Grundsätzlich sei aber der Wille da, den Platz in Eigenregie zu halten. „Wir haben gesagt, das machen wir. Die Bereitschaft ist da.” Schließlich, so Lange, sei der Platz die Heimat des SCO.
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