TuS kommt gut aus den Startlöchern

Die beiden Torhüter Sven Wulf (li. ) und Sascha Monjé machen bisher einen hervorragenden Job und bekamen dafür ein Sonderlob von Frank Osterloh. Foto:Speckenwirth
Die beiden Torhüter Sven Wulf (li. ) und Sascha Monjé machen bisher einen hervorragenden Job und bekamen dafür ein Sonderlob von Frank Osterloh. Foto:Speckenwirth
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Hattingen..  Handball-Verbandsligist TuS Hattingen ist gut in die Saison 2016/17 gestartet.

Die Hattinger belegen nach vier Spieltagen in der Tabelle mit 5:3-Zählern den siebten Rang und haben sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ein positives Punktekonto erarbeitet. Das ist sehr beachtlich, denn die Liga erscheint noch ausgeglichener besetzt zu sein, als sie es in der letzten Spielzeit ohnehin schon war.

Als bestes Beispiel dienen da die bisherigen Begegnungen der Hattinger selbst. Bei den zwei Siegen beim SV Westerholt (35:32) und zu Hause gegen den TuS Ferndorf II (36:35), dem Unentschieden beim Auftakt in der Kreissporthalle gegen den HSC Haltern-Sythen (23:23) und der einzigen Niederlage beim ASV Senden (24:25) stand in allen vier Spielen das Ergebnis bis in die Schlusssekunden hinein auf des Messers Schneide. Hatten die Hattinger beim Spiel in Westerholt in der Endphase noch das Glück auf ihrer Seite, war es zuletzt beim ASV Senden umgekehrt. Da war die Mannschaft von Trainer Frank Osterloh über weite Strecken das klar bessere Team.

Der TuS stand nach dem Abpfiff aber ohne Punkte da, weil die Offensive so genannte „Hundertprozentige“ im zweistelligen Bereich verdaddelte. „Bei elf Gegenstößen haben wir nur einen einzigen Treffer erzielt. Das war kaum noch erträglich“, blickt Frank Osterloh auch heute noch mit einer gewissen Portion Frust auf die völlig unnötige Niederlage zurück. Auch der neue Sportliche Leiter, Dominic Schimm, verstand die Handballwelt nicht mehr. „Wir haben überragend gespielt, aber nicht gewonnen“, sagte Schimm, nachdem die TuSler mit leeren Händen nach Hause gefahren waren.

Im Falle eines Sieges hätte der TuS nun sogar 7:1-Punkte auf dem Konto und würde gemeinsam mit den beiden führenden Mannschaften HSC Haltern-Sythen und HC TuRa Bergkamen die Tabelle anführen. Aber alles wenn, hätte und aber gehört nicht zum Gedankengut von Trainer Frank Osterloh. Der ist mit dem Saisonstart durchaus zufrieden. „Wir haben es bisher gut gemacht. Der Weg zum Klassenerhalt ist aber noch sehr lang“, sagt der Coach, der mit seinen Jungs erst gar nicht in den Abstiegskampf hineingezogen werden will.

„Damit uns das gelingt, müssen wir aber richtig hart arbeiten. Selbst die beiden Spitzenteams haben nicht alles gewonnen, und am Tabellenende gibt es mit dem HSV Plettenberg/Werdohl und dem TV Westfalia Halingen auch nur zwei Mannschaften, die überhaupt noch nicht gepunktet haben. Da kann man schnell erkennen, wie eng es in dieser Liga zugeht und wie rasant man bei der kleinsten Schwächeperiode abrutschen kann“, sagt der Übungsleiter.

Rotation vorerst beendet

Obwohl Frank Osterloh von Einzelkritik ja nicht viel hält, hebt er die Leistungen seiner beiden Torhüter Sven Wulf und Sascha Monjé besonders hervor. „Die beiden ergänzen sich prima. Sven Wulf hat bisher überragend gehalten. Und auch Sascha Monjé hat bei seinen Einsätzen einen sehr starken Eindruck hinterlassen“, freut sich der Coach über die tadellose Verfassung seiner Schlussmänner. Mit Kai Werthebach, der ja sogar noch in der A-Jugend spielen könnte, und Jonas Kilfitt haben sich zudem zwei junge Spieler im Rückraum in den Vordergrund gespielt. Aber auch Tim Tiede hat sich nach mehrjähriger Pause wieder gut in den Kader integriert.

Die Rotation einiger Spieler zwischen der ersten und zweiten Mannschaft wurde mit der Herbstpause nun für beendet erklärt. Tristan van Dinther, Philipp Gräf und David Bayer sollen im Bezirksligateam von Trainer Dino Midzic Spielpraxis sammeln. „Die Tür zur Verbandsligamannschaft ist für die Jungs natürlich nicht zu. Es kann heutzutage doch alles ganz schnell gehen, und sie sind wieder dabei“, sagt Frank Osterloh mit einem Blick auf seine angeschlagenen Spieler Martin Ebel (hat nach Knieverletzung das Training erst wieder aufgenommen), Jonas Jäger und Felix Osterloh, der sich mit Knieproblemen herumplagt. Im Wartestand befindet sich auch der erkrankte Kreisläufer Phillip Dobrodt.