TuS Hattingen plant den Befreiungsschlag

Der Einsatz von Dominic Schimm ist nicht sicher. Der Linksaußen musste das Training abbrechen.Foto:Walter Fischer
Der Einsatz von Dominic Schimm ist nicht sicher. Der Linksaußen musste das Training abbrechen.Foto:Walter Fischer
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Hattingen..  Nach dem überraschenden Auswärtspunkt durch das 35:35 beim TuS Ferndorf II will der TuS Hattingen nun am Sonntag (17.30 Uhr, Kreissporthalle) mit einem Sieg über die Polizeispielvereinigung Recklinghausen im Kampf um den Verbandsligaerhalt einen Meilenstein setzen.

Die Hattinger würden sich im Falle eines Sieges gegen den Tabellendrittletzten viel Luft verschaffen und sich für die noch ausstehenden acht Spiele eine richtig gute Ausgangsposition schaffen.

„Ein Blick auf die Tabelle reicht aus, um zu sehen, wie wichtig das Spiel für uns ist. Wir haben zuletzt einige unerwartete Punkte geholt. Die haben uns auch richtig gut getan. Doch jetzt müssen wir zu Hause auch mal da sein, wenn es drauf ankommt“, fordert Hattingens Trainer Frank Osterloh einen Sieg in eigener Halle.

Im Hinterkopf hat der Trainer bei dieser Aussage natürlich die zwei bösen und ärgerlichen Heimniederlagen gegen den HSV Plettenberg/Werdohl und TuS Borussia Höchsten, die beide auf den Rängen 13 und 14 das Tabellenende zieren. Hätte der TuS in diesen Begegnungen doppelt gepunktet, wäre der Klassenerhalt längst perfekt.

Da das aber nun einmal nicht so ist und man mit „hätte, hätte - Fahrradkette“ nicht weiterkommt, muss der Blick verschärft auf die sonntägliche Aufgabe gerichtet werden. Und da erwartet Frank Osterloh einen Gegner, der über fünf torgefährliche Rechtshänder im Rückraum verfügt und blitzschnell über zwei sprintstarke Außen kontern kann. „Die Spieler aus der zweiten Reihe um Frederik Bell haben alle schon mal über 100 Tore in der Saison geworfen. Und die Außen gehen beide nach Ballgewinnen ab wie die Teufel. Die können schon alle Handball spielen“, nennt Osterloh die Stärken des Tabellenzwölften beim Namen.

Grippewelle auch beim TuS

Zuletzt lieferten die Recklinghäuser sowohl im Ortsderby gegen die vom ehemaligen Hattinger Maik Düerkop trainierte HSG Vest Recklinghausen (25:26) als auch gegen die Mannschaft der Stunde, den SV Westerholt (26:27), zwei ganz starke Vorstellungen ab. Dass beide Partien unglücklich mit nur einem Tor verloren wurden, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die Leistung stimmte auf jeden Fall. Daher sind die Hattinger also gewarnt.

Beim TuS konnte im Verlaufe der Woche einmal mehr nicht mit dem kompletten Kader trainiert werden. Das Grippevirus hat auch bei den Hattingern Einzug gehalten. Frank Osterloh hofft aber, dass am Sonntag alle Spieler einsatzbereit sein werden. Mitspielen soll gegen Recklinghausen auch wieder Jonas Kilfitt. Der Nachwuchsspieler aus der Landesligamannschaft hat sich inzwischen im Verbandsligateam etabliert. Kilfitt wird aber vorher noch einmal in der zweiten Mannschaft auflaufen, um das Team von Trainer Bernd Vatter im wichtigen Spiel gegen die Zweitvertretung der PSV Recklinghausen (15.30 Uhr) zu verstärken, ehe er sich dann endgültig in der Osterloh-Sieben festspielen wird.

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