TuS Hattingen entscheidet enges Derby für sich

Blankensteins Marius Lemanski  kommt gegen  Moritz Zöllner zu spät.
Blankensteins Marius Lemanski kommt gegen Moritz Zöllner zu spät.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
1:1 nach 89 Minuten zwischen TuS Hattingen und TuS Blankenstein. Als sich die Zuschauer gerade mit dem Remis abfinden, überschlagen sich die Ereignisse.

TuS Hattingen -
TuS Blankenstein 3:2

Tore: 1:0 Philipp Durek (39.), 1:1 Robin Przondziono (66.), 2:1 Johann Geik (89.), 3:1 Lukas Jablonski (90. + 1), Jörn Niedereichholz (90. +2).
Hattingen: Müller, Höhmann (78. K. Surowietz), M. Surowietz, Heinrich, Lingemann, Herschbach, Geik, Kouatche, Zöllner (70. Jablonski), Arguelles (59. Brune), Durek.
Blankenstein: Bötzel, Frenzel (46. Grzona), Wehefritz, Dinges, Amade (63. Niedereichholz), Stracke, Barkau, Lemanski, Afrasiab, Przondziono, Mrosewski.

Im Lokalderby zwischen dem TuS Hattingen und dem TuS Blankenstein stand für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Eine enge Partie fand erst in den Schlussminuten ihre Entscheidung, die mit 3:2 zugunsten des TuS Hattingen ausfiel.

Beide Mannschaften hatten aufgrund der Witterung zunächst Schwierigkeiten, ein vernünftiges Aufbauspiel zu zeigen. Blankenstein konzentrierte sich zunächst nur auf die Defensive, so dass die Offensivabteilung in der ersten Halbzeit nichts Zählbares zustande brachte. Im eigenen Spielaufbau unterlief den Gästen dann ein Abspielfehler. Philipp Durek, der für den gesperrten Sertac Dogan im Sturm agierte, erlief den Pass und zog aus 20 Metern ab. Der Ball landete in der linken unteren Torecke, Blankensteins Torhüter Julian Bötzel war chancenlos. Moritz Zöllner vergab vor dem Seitenwechsel noch die Chance, das Ergebnis weiter nach oben zu schrauben.

Nachdem die Blankensteiner in der zweiten Halbzeit ihre Orientierung wiedergefunden hatten, wurden sie stärker. „Wir waren mindestens ebenbürtig“, sagte Trainer Rainer Sprenger am Ende. Doch es dauerte bis zur 66. Minute als Biryar Afrasiab einen Freistoß trat, den Robin Przondziono noch leicht mit dem Schopf ins Tor zum Ausgleich köpfte. „Mit der Flugkurve hatte fast keiner gerechnet“, kommentierte Hattingens Trainer Christian Czajka.

Seine Elf suchte danach weiter die Möglichkeiten, übte mehr Druck auf die Blankensteiner Abwehr aus, vor allem nachdem Marius Lemanski nach 80 Minuten die Gelb-Rote Karte sah. Johann Geik war es dann, der nach 89 Minuten eine Hereingabe eiskalt verwandelte. „Er weiß mittlerweile, wo die Bälle hinkommen und macht das dann richtig gut“, lobte Czajka. Lukas Jablonski erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:1, doch Blankenstein bewies Moral und Jörn Niedereichholz gelang mit dem Schlusspfiff der Anschluss.

„Es tut mir für die Jungs leid, die Leistung war eine deutliche Steigerung. Wenn es so weitergeht, kommen wir wieder in die Spur“, sagte Sprenger. Czajka war zufrieden: „Wir haben das Ziel erreicht, unsere Siegesserie auszubauen.“