TuS: Alle Trümpfe in der Hand
10.02.2012 | 14:20 Uhr 2012-02-10T14:20:00+0100
Hattingen. Handball-Landesliga-Spitzenreiter TuS Hattingen tritt am Samstag (19.30 Uhr) beim Drittletzten, HTV Recklinghausen, an. Da können die Rot-Weißen dann weiter an ihrer hervorragenden Situation im Kampf um den Verbandsliga-Aufstieg arbeiten.
Keine Frage, die Düerkop-Sieben hat alle Trümpfe in der Hand: 14 Siege aus 15 Spielen und gerade den bis dahin hartnäckigsten Verfolger SuS Oberaden 32:31 geschlagen – die Entscheidung über Platz eins sei bereits nach zwei Spielen in der Rückrunde gefallen, meinen da einige. Zum Beispiel Oberadens Trainer Ralf Weinberger.
Aber davon will Hattingens Trainer Maik Düerkop nichts hören. Er vermutet hinter solchen Äußerungen taktisches Geplänkel, um seine junge Truppe aus dem Gleichgewicht zu bringen. Klar, sei er froh über den Sieg im Spitzenspiel, eine Entscheidung kann er aber noch nicht sehen. „Von den verfrühten Glückwünschen halte ich nichts, das ist Schwachsinn“, sagt er. Seine Mannschaft habe noch eine ganze Menge schwierige Spiele zu bestreiten, ehe sie sich in Sicherheit wiegen dürfe.
Düerkop macht eine einfache Rechnung auf: Leiste sich sein Team nur einen Aussetzer und verlöre dazu den direkten Vergleich gegen den neuen Tabellenzweiten, HSG Schalke 04/96 (sechs Punkte Rückstand, Spiel in Schalke am 10. März), sei alles wieder offen. Maik Düerkop verbindet die Zahlenspiele mit einem Appell an seine Mannschaft: „Wer meint, er kann die Füße hochlegen, der muss schleunigst aus seinem Tiefschlaf erwachen.“
So fordert er im Spiel gegen den HTV Recklinghausen eine konzentriertere Leistung als vor zwei Wochen gegen den Vorletzten, HC Dortmund-Süd (35:25). Da hatte ihm vor allem der Abschluss seiner Mannschaft gar nicht gefallen. „Wir müssen schauen, dass wir unser Leistungspotenzial abrufen“, sagt der Trainer.
Weil der TuS im engen Spiel gegen Oberaden nicht viel gewechselt hat, werden in Recklinghausen einige Spieler wieder mit mehr Einsatzzeit rechnen dürfen. Dabei denkt Maik Düerkop an Kreisläufer Victor Schönenborn, Sven Schmitz und auch Julian van Kessel im Angriff. Denn für die Meisterschaft brauche der TuS die gesamte Kaderstärke, sagt der Trainer. „Ich will von jedem sehen, dass er sofort da ist.“
Auch aus diesem Spieltag könnte der TuS übrigens als großer Gewinner hervorgehen. Ebenfalls bereits am Samstag empfängt nämlich der Dritte, SuS Oberaden, den Zweiten, HSG Schalke 04/96.
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