TSG verpasst vorzeitigen Klassenerhalt

Torwart Patrick Knieps, sonst ein ganz sicherer Rückhalt der TSG, erwischte diesmal keinen optimalen Tag. Beim 0:1 sah er nicht gut aus.Foto:Archiv, Walter Fischer
Torwart Patrick Knieps, sonst ein ganz sicherer Rückhalt der TSG, erwischte diesmal keinen optimalen Tag. Beim 0:1 sah er nicht gut aus.Foto:Archiv, Walter Fischer
Foto: Walter Fischer

Sprockhövel.. SuS Stadtlohn -
TSG Sprockhövel 1:0

Es mag merkwürdig klingen: Die TSG Sprockhövel hat das Auswärtsspiel gegen den SuS Stadtlohn zwar mit 0:1 verloren, doch die Chancen auf den Klassenerhalt sind deutlich gestiegen.

Denn zeitgleich verlor der Tabellenletzte SV Zweckel gegen Westfalia Rhynern mit 0:5, womit die TSG drei Spieltage vor Saisonschluss immer noch sieben Punkte Vorsprung auf Zweckel hat. Und weil der VfB Hüls die Liga freiwillig verlassen will, wird nur noch ein weiterer Absteiger gesucht.

Doch das alles war für Robert Wasilewski nur ein schwacher Trost. Der TSG-Trainer ärgerte sich nach dem Abpfiff maßlos darüber, dass es seine Mannschaft verpasst hatte, schon in Stadtlohn die Klasse zu sichern. „So wie es aussieht, brauchen wir noch ein paar Punkte“, sagte Wasilewski dann. „Wenn wir aber weiterhin so auftreten wie heute, weiß ich nicht, gegen wen wir diese Punkte holen sollen.“

Vor allem in der ersten Halbzeit spielten die Sprockhöveler schwach. Nur eine Chance gab es – durch Max Claus. Die weitaus bessere Möglichkeit hatten aber die Gastgeber sechs Minuten vor dem Pausenpfiff. Denn da verpasste Lars Ivanusic nur ganz knapp. Nach seinem Schuss klatschte das Spielgerät ans Lattenkreuz. Es fehlten also nur Zentimeter, TSG-Torwart Patrick Knieps hätte keine Abwehrchance gehabt.

Großchance für Finn Heiserholt

Im zweiten Durchgang wurde es aus Sprockhöveler Sicht dann etwas besser. Die Mannschaft wurde aktiver und war auch in den Zweikämpfen präsenter. Doch in der 60. Minute leisteten sich die Gäste einen Aussetzer. „Da haben wir uns wieder so ein Ei eingefangen“, kommentierte Robert Wasilewski die vielleicht entscheidende Szene des Spiels, in der Stadtlohn nach einer Ecke traf. „Der Ball ist zwei Meter vor unserem Tor herunter gekommen, da erwarte ich, dass unser Torwart ihn auch hat“, so der Trainer, der die Niederlage aber keineswegs an einer Einzelperson festmachen wollte. „Ich weiß nicht woran es liegt, aber bei uns fehlt im Moment die letzte Spannung. So wie wir in Stadtlohn aufgetreten sind, kann man kein Spiel gewinnen“, sagte Wasilewski.

Zu einem Unentschieden hätte es aber dennoch reichen können. Denn auch die TSG hatte ihre Chancen. Zwar nicht viele, aber es gab welche. So zum Beispiel durch Hasan Ülker – als es noch 0:0 stand. Die beste Möglichkeit hatte allerdings Finn Heiserholt, der in der 68. Minute für Niklas Orlowski eingewechselt wurde. In der 90. Minute hätte der junge Mann ausgleichen können - ja müssen. Ganz frei tauchte er vor dem Tor auf - und schoss dann Stadtlohns Torwart Lukas Niklas an. Der Klassenerhalt ist also immer noch nicht gesichert.

Tore: 1:0 Marius Borgert (60.),
SuS: Niklas, M. Rößmöller, Banken, Behlulovic, R. Roßmöller, Hippers (46. Ebbing), Bockhorn, Ivanusic (70. Klein Günnewick), Altunbas, Borgert (70. Krüchting), Worn.
TSG: Knieps, Schulz, Rößler, Orlowski (68. Heiserholt), R. Meister, Kalina (76. Bukowski), H. Ülker, Dudda, Akyürek (55. Antwi-Adjej), Wasilewski, Claus.
Schiedsrichter: Max Krämer (Münster)