TSG Sprockhövel unterliegt gegen Rheine

Traf bei seinem Freistoß unglücklicherweise nur die Latte: Kapitän Raoul Meister.
Traf bei seinem Freistoß unglücklicherweise nur die Latte: Kapitän Raoul Meister.
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel..  Es fehlte irgendwie das letzte Quentchen Glück beim Gastspiel der TSG Sprockhövel beim FC Eintracht Rheine. 0:1 verlor die Mannschaft von Trainer Robert Wasilewski. Ein Punkt wäre aus Sprockhöveler Sicht wohl aber verdient gewesen.

Schon nach neun Minuten fiel das erste und einzige Tor des Tages. Die TSG verlor den Ball im Mittelfeld und Rheine spielte sich bis vor das Tor durch. Torwart Patrick Knieps stand bei dieser Aktion etwas zu weit vor dem Tor, so dass der mitgelaufene Omar Guetat nach einem Querpass den Ball nur noch ins leere Gehäuse schieben musste. „Unser erster Fehler wurde einmal wieder sofort bestraft“, kommentierte Robert Wasilewski. In der Folgezeit übernahmen die Sprockhöveler dann die Kontrolle über das Spielgeschehen.

Raoul Meister trifft nur die Latte

Die beste Chance der Gäste in der ersten Halbzeit hatte Kapitän Raoul Meister, doch sein Freistoß klatschte in der 38. Minute an die Latte des Eintracht-Tores. Standardsituationen waren auf beiden Seiten ein probates Mittel, denn Kombinationsfußball war auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz kaum möglich.

Nach dem Seitenwechsel lag der Fokus bei den Gastgebern auf der Verteidigung der knappen Führung und die Sprockhöveler drängten auf den Ausgleich. Bei den Angriffsversuchen fehlte aber eben immer das letzte Quentchen Glück und teilweise auch die nötige Konsequenz. Christopher Antwi-Adjej verpasste es seine gute Offensivaktion abzuschließen. Ähnlich ging es nur wenig später auch dem eingewechselten Kadir Can Akgül, der die Kugel erst fein mitnahm, aber kurz vor seinem Schuss noch abgegrätscht wurde.

„Wir haben alles nach vorne geworfen und wirklich alles versucht das Ergebnis noch zu unseren Gunsten zu ändern, aber leider hat das nicht funktioniert“, sagte Robert Wasilewski, der gerade im Hinblick auf den sehr dünnbesetzen Kader nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft war. Neben den ohnehin verletzten Spielern, fiel auch noch Ferhat Ülker kurzfristig aus. Der Stürmer verletzte sich beim Abschlusstraining. Seine Position im Sturmzentrum nahm Burak Akyürek ein. In der 55. Minute musste aber auch Akyürek verletzt ausgewechselt werden. „Es ist eine Muskelverletzung“, erklärte Wasilewski. „Ob es nur eine Verhärtung oder eine Zerrung ist, werden wir dann noch herausfinden.“

Die größte Möglichkeit noch den Ausgleich zu erzielen hatte kurz vor Schluss dann noch Adrian Wasilewski. Er setzte sich im Zweikampf gut durch, doch rutschte in aussichtsreicher Position aus und die Chance war vertan. Sekunden vor dem Abpfiff durfte sich dann bei der einzigen Eintracht-Chance im zweiten Durchgang Torwart Patrick Knieps in einen Eins-gegen-Eins-Duell noch einmal auszeichnen.

„Bis auf diese eine Chance hat Rheine offensiv nichts zu Stande gebracht. Ein Unentschieden wäre auf jeden Fall verdient gewesen“, sagte Wasilewski. „Jetzt müssen wir die Punkte auf jeden Fall zuhause gegen Westfalia Herne holen. Das Spiel ist richtungsweisend. Ich hoffe, dass wir dann wieder mehr Spieler aus unserem Kader zur Verfügung haben.“

FC Eintracht Rheine -
TSG Sprockhövel 1:0

Tore: 1:0 Omar Guetat (9.).
FCE: Noack, Strotmann, J. Meyer (62. Strauß), Garmann, Scherping, Grewe, Guetat (84 L. Meyer), Budak (83. Sitnikow), Diekmann, Brüggemeyer, Figueiredo.
TSG: Knieps, Rößler, Meister, H. Ülker (71. Akgül), Dudda, Hodzic (84. Kwadwo), Antwi-Adjej, Gremme, Padowan, Wasilewski, Akyürek (54. Porello).
Schiedsrichter: Dräger (Bielefeld).