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Fußball-Westfalenliga

TSG: Huber setzt auf die Rückrunde

23.02.2012 | 15:53 Uhr
TSG: Huber setzt auf die Rückrunde

Sprockhövel. Ein richtig gutes Spiel lieferte Fußball-Westfalenligist TSG Sprockhövel am vergangenen Sonntag in Wanne-Eickel ab. Allerdings gab es für das 0:0 nur einen Punkt, weshalb am Freitag im Baumhof (Anstoß: 19.30 Uhr) gegen Westfalia Wickede gewonnen werden sollte, wenn es denn doch noch in Richtung Aufstieg gehen soll.

Für Sprockhövels Trainer Huber war das Spiel in Wanne-Eickel auch so etwas wie eine Standortbestimmung. Jetzt weiß er, dass seine Mannschaft gut über den Winter gekommen ist, und jetzt will er mit der TSG noch einmal angreifen. Dabei setzt der Trainer auf die zweite Halbserie. „In der Rückrunde haben wir uns in den vergangenen Jahren immer noch einmal gesteigert“, sagt er. „Ich gehe davon aus, dass uns das jetzt auch wieder gelingt.“

Hatte die TSG zuletzt mit dem DSC Wanne-Eickel eine Mannschaft zum Gegner, die bisher den eigenen Ansprüchen weit hinterher gelaufen ist, so geht es jetzt gegen eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit alle – und wohl auch die eigenen –, Erwartungen weit übertroffen hat. Denn Westfalia Wickede steht aktuell auf Platz vier, womit sicher kaum jemand gerechnet hat. Auch Lothar Huber nicht. „Vor der Saison ist der Name Wickede gefallen, wenn man nach den potenziellen Abstiegskandidaten gefragt hat“, sagt der TSG-Trainer. „Dass es jetzt so weit nach oben gegangen ist, überrascht mich.“

In der Hinserie ließen sich auch Hubers Spieler überraschen, denn die TSG verlor 1:3, was damals den Saisonstart nachhaltig vermasselte.

Wickede, so Lothar Huber, spiele ein für Westfalenliga-Verhältnisse ungewöhnliches System. Denn Trainer Marko Schott habe wieder den Libero eingeführt. „Vorher hat Wickede auch mit einer Viererkette gespielt, doch das hat wohl nicht geklappt“, sagt Sprockhövels Trainer, der folglich mit einem extrem defensiv eingestellten Gegner rechnet. „Hinter der Vierer-Abwehrkette gibt es den Libero, und davor noch einmal eine dicht gestaffelte Viererkette im Mittelfeld. Das kann für uns also sehr eng werden.“

Zu beachten sei indes nicht nur das ungewöhnliche System, sondern auch eine Reihe guter Individualisten. Zum Beispiel Marco Dej, der früher in der A-Jugend von Borussia Dortmund spielte. Aber auch Sebastian Didion und Roman Schymanietz.

Doch individuelle Qualität hat der Trainer auch bei seiner Mannschaft im Spiel gegen den DSC Wanne-Eickel ausgemacht. „Da war deutlich zu sehen, was die Mannschaft drauf hat“, sagt er. „Und wenn sie das wieder zeigt, dann werden wir gegen Wickede auch gewinnen. Wichtig ist nur, dass wir zeitig ein Tor schießen. Aber dazu ist die Mannschaft in der Lage.“

Große Überraschungen in Sachen Startaufstellung wird es wohl nicht geben. „Alle sind gesund“, sagt Lothar Huber. „Es gibt also keinen Grund, etwas zu ändern.“

Heiner Wilms

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