TSG-Frauen geben den Ton an
10.02.2012 | 12:24 Uhr 2012-02-10T12:24:00+0100
Sprockhövel.Die Frauen der TSG Sprockhövel geben in der Handball-Bezirksliga zurzeit den Ton an. 13 Mal sind sie bisher aufgelaufen, 13 Mal haben sie als Siegerinnen das Spielfeld verlassen. Am Samstag wollen sie ihre Serie im Auswärtsspiel gegen den TV Wattenscheid 01 ausbauen (Anwurf: 18.30 Uhr).
Sprockhövels Frauen spielen also eine imponierende Saison. Daran Anteil hat aber auch ein Mann – nämlich Trainer Michael Richter. „Wir haben Anfang Mai das Saisonziel Aufstieg ausgegeben“, sagt Richter. „Und wir haben dann in der Vorbereitung intensiv gearbeitet. Das war die härteste Vorbereitung, die ich bisher mitgemacht habe. Und ich habe schon einige mitgemacht, auch in der Landes- oder Verbandsliga.“
Die Stimmung im Team sei zurzeit ganz hervorragend, natürlich auch durch die Erfolge bedingt, so Richter weiter. „Jede, wirklich jede Spielerin trägt dazu bei, dass es im Moment so gut läuft.“
Am Samstag also Wattenscheid: Das Hinspiel war von extremer Deckungsarbeit geprägt. „Das war eine richtige Abwehrschlacht“, sagt Richter, dessen TSG am Ende mit 18:14 gewann. In diesem Spiel wurde Simone Weltzien 60 Minuten lang kurz gedeckt, und damit hatten die Sprockhövelerinnen zunächst einige Probleme. „Es ist uns in dieser Saison aber schon öfter passiert, dass der Gegner eine unserer Spielerinnen kurz deckte“, sagt Richter. „Wir haben dann im Training daran gearbeitet, auch mit solchen Situationen klarzukommen.“ Umgekehrt sei das manchmal ähnlich. Auch Wattenscheid habe eine extrem starke Rückraumspielerin, die im Auge behalten werden müsse.
Die Fahrt nach Wattenscheid treten die Sprockhöveler Frauen voraussichtlich in Bestbesetzung an. Mit dabei sein wird zudem Theresa Ruthenbeck, eine talentierte Westfalenauswahl-Spielerin, die bisher meist in der Sprockhöveler B-Jugend-Mannschaft, manchmal auch in der A-Jugend am Ball war. „Sie wird am Samstag 16 Jahre alt und darf dann auch bei den Frauen spielen“, sagt Michael Richter, der Theresa Ruthenbeck langsam ans Team heranführen will. „Bei den Frauen wird schon anders gespielt als in der Jugend“, so der Trainer. „Wir werden Theresa sicher nicht verheizen.“
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