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Fußball: Westfalenliga

TSG fordert den Tabellenführer

27.08.2010 | 13:30 Uhr
TSG fordert den Tabellenführer

Nur eine Mannschaft steht in der Fußball-Westfalenliga mit einer blitzsauberen Bilanz da. Nur eine Mannschaft hat bislang beide Spiele gewonnen. Und das ist der BV Brambauer, bei dem die TSG Sprockhövel am Sonntag zu Gast ist.

Eitel Sonnenschein also in Brambauer, während die Stimmungslage in Sprockhövel zurzeit nicht klar auszumachen ist. Denn dem tollen Auftakt gegen Ennepetal (2:0) folgte eine herbe Enttäuschung gegen Eving-Lindenhorst (1:3).

Der Zorn, den Sprockhövels Trainer Lothar über zwei Tage mit sich herumgetragen hat, ist aber verraucht. Inzwischen hat es klärende Gespräche gegeben – und die brachten den TSG-Trainer zu der Erkenntnis, dass seine Mannschaft offensichtlich in ein kleines Loch gefallen ist. Dafür hat Huber auch Verständnis. Es sagt: „Meine Mannschaft hat bisher immer Leistung gezeigt, auch während der gesamten Vorbereitung. Wir haben hart trainiert, mussten aber oft mit zwölf Spielern auskommen. Das zehrt natürlich an den Kräften.“

Seine Mannschaft habe ihm auch gesagt, dass sie nach dem Spiel gegen Eving-Lindenhorst völlig platt gewesen sei, sagt Huber, der nach dem Spiel noch reichlich angefressen war, sich jetzt aber wieder versöhnlicher zeigt. „Klar, bis auf den Torwart waren alle schlecht. Dabei bleibe ich. Doch jetzt kann ich die Leistung verstehen und einordnen.“

Damit ist das Spiel gegen Eving-Lindenhorst also abgehakt, der Blick richtet sich wieder nach vorne, also nach Brambauer. Zu den Favoriten in der Liga gehört der BVB zwar nicht unbedingt, doch Platz eins nach zwei Spielen sorgt natürlich für große Euphorie. Und auch Lothar Huber freut sich auf das sonntägliche Spiel. „Es ist doch immer schön, wenn man gegen den Tabellenführer spielen kann.“

Noch schöner ist es sicherlich, wenn man selbst Tabellenführer ist, doch daran wird in Sprockhövel zunächst noch kein Gedanke verschwendet. Die Mannschaft, wenn sie denn komplett ist, zählt sicher zu den stärksten der Liga. Doch komplett ist die TSG am Sonntag noch nicht.

Es fehlt weiterhin Sven Preissing. Der schnelle Angreifer laboriert immer noch an einer Muskelzerrung. „Ein Einsatz am Sonntag in Brambauer ist völlig ausgeschlossen“, sagt Lothar Huber. „Ich hoffe aber, dass er in unserem nächsten Heimspiel gegen Olpe wieder dabei ist.“ Brambauer bezeichnet Sprockhövels Trainer als „sehr kompakte Mannschaft“, in der aber auch einige starke Individualisten zu beachten seien.

So zum Beispiel Osman Kumac oder auch Thorsten Nitsche. „Der BV Brambauer ist auch stark in der Offensive“, sagt Lothar Huber. Immerhin gab’s in zwei Spielen sieben Tore. Das spricht für einige Qualität und sorgt für große Euphorie.“

Heiner Wilms

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