TSG: Das Ende einer Horror-Serie
14.03.2010 | 18:52 Uhr 2010-03-14T18:52:00+0100
Nach elf Niederlagen in Folge gab's für den Fußball-NRW-Ligisten TSG Sprockhövel endlich wieder einen Punktgewinn. Das Heimspiel gegen den VfB Hüls endete 1:1 (0:0).
TSG Sprockhövel - VfB Hüls 1:1
Tore: 1:0 Selcuk Gülec (63.), 1:1 Tim Dosedahl (71).
TSG: Knieps, Schulz, Aurich (10. Sidibeh), R. Meister, Winczura, Greitemann, A. Meister, Preissing, Balaika, Ginczek, Gülec.
VfB: Schmidt, Planhoff, Lemke (55. Özdemir), Tomaschewski, Stondzik, Dosedal, Krantz, Yavuzalan, Senger, Piorunek, Karagülmez.
Schiedsrichter: Salm (Aachen)
Die Horror-Serie ist also zu Ende gegangen. Das ist sicher der positive Aspekt des Spiels gegen Hüls. Für allzu große Euphorie bei den Sprockhövelern sorgte dieser Umstand allerdings nicht. Denn ein Punkt ist für den Tabellenletzten im Abstiegskampf zu wenig. Außerdem wären drei Zähler am Sonntag verdient gewesen. Nicht wegen der ersten Halbzeit, in der Hüls zwar deutlich mehr Ballbesitz hatte, in der vor den Toren aber fast gar nichts passierte. Nein, es war die zweite Halbzeit, die von der TSG mit großer Leidenschaft bestritten wurde.
„Wir hätten das Spiel heute wegen unserer klaren Chancen deutlich gewinnen müssen”, sagte TSG-Trainer Lothar Huber nach dem Abpfiff und lag mit dieser Einschätzung wohl richtig. Denn die TSG tat nach der Pause wesentlich mehr für die Offensive. So hatte nun auch Sturmspitze Selcuk Gülec, der lange Zeit ganz sich allein gestellt war, mehr Unterstützung.
Die erste gute Chance wurde den Sprockhövelern noch zurückgepfiffen. Denn nach einem Foul an Selcuk Gülec pfiff Schiedsrichter Lukas Salm sofort. Hätte er es nicht getan, wäre Sprockhövels Sebastian Greitemann allein vor dem VfB-Tor aufgetaucht.
Lange diskutiert wurde über diese Szene aber nicht, denn es ging munter weiter. Zunächst parierte VfB-Torwart Niclas Schmidt einen Schuss von Sven Preissing (61.), dann verpassten nach einer schönen Einzelaktion von Andrius Balaika am langen Pfosten Alex Meister und Sven Preissing (63.). Doch auch das war schnell vergessen, weil Selcuk Gülec nur 60 Sekunden später aus der Distanz zum 1:0 für die TSG traf.
Doch lange hielt dieser Vorsprung nicht. Und zwar deshalb nicht, weil die Sprockhöveler in der 72. Minute in der Abwehr träumten, während Tim Dosedal hellwach war und per Kopf das 1:1 erzielte.
Aber es hätte für die TSG dennoch zum Sieg reichen können. Schon allein wegen der Großchance in der 85. Minute, als ein Schuss von Selcuk Gülec so gerade noch abgeblockt wurde.
So blieb es also beim 1:1, das niemanden so richtig glücklich machte. Wohl auch nicht Ex-Profi Olaf Thon, der die Vorstellung seiner neuen Mannschaft von der Tribüne aus beobachtete. Bekanntlich löst Thon in der neuen Saison beim VfB Hüls Klaus Täuber als Trainer ab.
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