Torfestival zum Saisonabschluss

Auch in der Abwehr gefordert waren Felix Osterloh (links) und Philipp Dobrodt gegen angriffslustige Westerholter. Kreisläufer Dobrodt, der zu  Schalke 04 wechselt, bestritt sein letztes Spiel für den TuS Hattingen.Foto:Manfred Sander
Auch in der Abwehr gefordert waren Felix Osterloh (links) und Philipp Dobrodt gegen angriffslustige Westerholter. Kreisläufer Dobrodt, der zu Schalke 04 wechselt, bestritt sein letztes Spiel für den TuS Hattingen.Foto:Manfred Sander
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Hattingen.. TuS Hattingen -
SV Westerholt 41:38

Im Duell der beiden torhungrigsten Angriffsreihen der Liga sahen die Zuschauer beim Saisonfinale noch einmal ein Treffer-Spektakel, in dem die 80-Tore-Schallmauer nur ganz knapp verfehlt wurde. Der TuS Hattingen setzte sich verdient mit 41:38 durch bereitete seinen Fans noch einmal richtig Freude.

Und diese Freude war auch bei den Spielern groß. Wieder einmal hatten sie es geschafft, sich gegen eine Mannschaft durchzusetzen, mit der sie vor der Saison sicherlich nicht auf Augenhöhe angesiedelt worden waren. Die Westerholter wollten nach der 30:34-Niederlage am Donnerstag im Kreis-Pokalendspiel gegen den FC Schalke 04 nun in Hattingen unbedingt gewinnen. Da aber auch die Hattinger motiviert zu Werke gingen, entwickelte sich eine rassige Partie auf hohem Niveau. Angesichts ständig wechselnder Führungen wurde schnell deutlich, dass es zu einem Abnutzungskampf kommen würde.

Und genau das bestätigte sich dann auch. Der TuS ließ sich vom 29:31-Zwischenstand und dem unglücklichen Ausscheiden von Jacob Jäger, der nach einem mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegten Foul unglücklich auf dem Hallenboden aufschlug und sich eine später im Krankenhaus mit vielen Stichen genähte stark blutende Platzwunde an der Augenbraue zuzog, überhaupt nicht beeindrucken. „Schon zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass die bessere Kondition den Ausschlag geben würde“, sagte TuS-Trainer Frank Osterloh, der seine Jungs engagiert nach vorne peitschte.

Schöne Tempo-Gegenstöße

Der TuS ließ einfach nicht locker und erkämpfte sich mit schönen Toren aus Gegenstößen und auch aus der zweiten Reihe tatsächlich eine vorentscheidende 37:34-Führung. Im Rückraum war es der durchschlagskräftige Sven Schmitz, der kaum zu bremsen war und sich einmal mehr zum treffsichersten TuSler empor schwang. Aber auch der zuvor recht unglücklich agierende Felix Osterloh trat gerade nach dem Ausfall von Jacob Jäger als sicherer Rückraumschütze in Erscheinung. Besonders aber hatte Frank Osterloh gefallen, dass sich seine Mannschaft auch am letzten Spieltag noch einmal als homogene Einheit präsentierte. Das kann man zum einen daran ablesen, dass sich alle Spieler noch einmal in die Torschützenliste eintragen konnten. Zum anderen aber war ebenso wichtig, dass das kräfteraubende offensive Abwehrkonzept trotz der vielen Gegentore durch die mit 817 Toren stärkste Angriffsreihe der Liga wieder einmal mit beispielhafter Einsatzbereitschaft umgesetzt wurde.

„Spielfilm“: 3:3, 7:5, 10:10, 15:15, 20:19 (Hz.), 23:24, 27:26, 29:31, 34:34, 37:34, 41:38.
TuS: Monjé, Wulf; Dobrodt (2), Grossmann (4), Jäger (4), Kilfitt (1), Osterloh (6/2), Schäffer (2), Schimm (5), Schmitz (9), Sinnemann (3/2), Stecken (5).