Stefan Losch und Claudia Rother vorne
15.03.2009 | 14:18 Uhr 2009-03-15T14:18:00+0100Hattingen. Stefan Losch und Claudia Rother heißen die Sieger der 15. Auflage des Hattinger Railway-Runs.
Wie heißt es immer so schön, wenn die Gewinner einer sportlichen Veranstaltung das Geheimnis ihres Erfolges preisgeben? Richtig, der Tunnelblick, die hundertprozentige Konzentration auf das heiß begehrte Ziel sei das Rezept gewesen. Nur: Den vielbeschworenen Tunnelblick hatten diesmal alle Teilnehmer – schließlich führte die neue Strecke durch den Schulenburgtunnel
Am Sonntag erreichte Stefan Losch von Tusem Essen als Erster das Ziel des 15. Sparkassen-Railwayruns – in einer hervorragenden Zeit von 1:14:49 Stunden. „Aber eigentlich sollte es nur ein schöner Trainingslauf werden. Am Wendepunkt war ich dann plötzlich an der Spitze.” Sein Erfolgsgeheimnis: „Man muss kontrolliert laufen.”
Eine gute Viertelstunde später kehrte die erste Frau an den ehemaligen Bahnhof Stadtwald zurück. Claudia Rother von den Turboschnecken Lüdenscheid ließ damit die Sprockhöveler Spitzenläuferin und schnellste Frau des Vorjahres, Conny Dauben, hinter sich. Während sich Rother über eine neue persönliche Bestzeit freute, machten sich bei Dauben die vielen gesundheitsbedingten Zwangspausen der vergangenen Wochen und Monate bemerkbar. „Zwei Erkältungen und eine Magen-Darm-Grippe haben mich um vier Wochen zurückgeworfen.” Ihre Vorjahreszeit von 1:31 Stunden überbot sie um etwa vier Minuten. Mit ähnlichen Problem hatte Andreas Packmohr von der LG Wuppertal zu kämpfen. Zweimal gewann er den Lauf schon, diesmal fehlte die Form: „Für die vielen Verletzungen und Krankheiten war meine Zeit trotzdem noch relativ gut. 1:20:39 Stunden benötigte Packmohr diesmal.
Insgesamt starteten 474 Läufer. Die magische 500er-Grenze wurde also nicht geknackt. „Trotzdem: So viele Teilnehmer an den Start zu bringen – das ist schon was”, sagte Wolfgang Baer. Bei ihm und seiner Ehefrau Sylvia liefen auch in diesem Jahr wieder alle Fäden zusammen.
Erleichtert registrierten die drei veranstaltenden Vereine TuS Hattingen, TSG Sprockhövel und der BKV Ruhrtal den problemlosen Start. Sorgen bereitete vor allem die Engstelle an den Tunnelportalen. „Aber die Läufer haben sich dort sehr diszipliniert verhalten”, sagte der erste Vorsitzende des BKV, Dieter Oxfort. Fünf Polizisten sorgten zudem für einen gefahrlosen Übergang der Elfringhauser- und Wuppertaler Straße.
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