St. Mauritz eine Klasse besser

Rot-Weiß-Spieler Rolf Busse
Rot-Weiß-Spieler Rolf Busse
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Hattingen..  Die Herren 60 der TG Rot-Weiß Hattingen spielen auch in der nächsten Saison in der Tennis-Westfalenliga. Die Rot-Weißen verloren in der Endrunde der Gruppensieger auf der Anlage an der Waldstraße das Aufstiegsspiel zur Regionalliga gegen St. Mauritz aus Münster mit 1:5.

Dieses Ergebnis stand bereits nach den Einzeln fest. Auf die Austragung der Doppel wurde angesichts des nicht mehr aufzuholenden Rückstandes der Hattinger nach Rücksprache mit dem Oberschiedsrichter verzichtet.

Traurig waren die TG-Spieler nach dieser klaren Niederlage aber keineswegs. Schließlich hatte man im Lager der Rot-Weißen schon im Vorfeld dieser Endrunde mit einer klaren Überlegenheit des Gegners gerechnet. Zumal das Team von der Waldstraße auf Wilfried Boskamp, der in den Punktespielen fünf von sechs Einzeln gewann und Heiner Pottgießer verzichten musste.

„Wir haben uns tapfer gewehrt und alles gegeben. Mehr war für uns nicht drin. St. Mauritz war wie erwartet eine Klasse besser und steigt hoch verdient in die Regionalliga auf“, erkannte Hattingens Mannschaftsführer Horst Hackenbracht den verdienten Sieg der Münsteraner neidlos an.

Regionalliganiveau zeigte aber auch einmal mehr ein Hattinger Spieler. Karl-Heinz Haude, in der Tennisszene nur „Ötte“ genannt, gewann das Spitzenspiel der beiden Spieler mit der Leistungsklasse 9 gegen Thomas Profazi mit 7:6/6:4. Karl-Heinz Haude, der schon in den Gruppenspielen mit der beeindruckenden Bilanz von 6:0-Punkten in den Einzeln und 5:1-Zählern in den Doppeln seine Ausnahmestellung im Hattinger Seniorentennis unter Beweis gestellt hatte, unterstrich gegen die Nummer eins des Aufsteigers seine glänzende Form. In einem überaus spannenden ersten Satz ging es nach dem 6:6 zur Entscheidung in den Tie-Break. Und da behielt der technisch versierte Linkshänder mit 7:4 die Oberhand. Im zweiten Durchgang lag Haude schon mit 2:4 zurück, ehe er dann voll aufdrehte, sein ganzes spielerisches Potenzial abrief und dem vier Jahre jüngeren, aber konditionell unterlegenen Thomas Profazi vier Spiele in Folge abnahm und das Match der beiden Spitzenspieler für sich entschied. „Ich bin sehr froh, dass ich das Spiel gewinnen konnte. Ich fühlte mich konditionell richtig gut drauf. Mein Gegner war sicherlich sehr stark, machte aber später auch einige leichte Fehler“, sagte der erleichterte Karl-Heinz Haude

Während „Ötte“ Haude also in altbekannter Manier auftrumpfte, wurden seinen Mitspielern von der Leistungsdichte im Kader des hohen Favoriten die Grenzen aufgezeigt. Rolf Busse und Norbert Langer hatten nicht die Spur einer Chance. Klaus Winterwerb holte dann in beiden Sätzen drei Spiele, unterlag aber deutlich. Horst Hackenbracht „verspürte“ zwar im zweiten Satz den Hauch einer Chance. „Doch dann flogen mir die Aufschläge meines Gegners nur noch so um die Ohren“, sagte Hackenbracht, der dann ebenso verlor wie Manfred Slawiczek, der nach einem 2:6/1:4-Rückstand wegen einer Zerrung aufgeben musste.