Sprockhöveler Pokal-Aus nach großem Kampf

Leroy Kwadwo (rechts) brachte die A-Jugend der TSG Sprockhövel mit seinem Tor in der Nachspielzeit in die Verlängerung.Foto:Archiv, Manfred Sander
Leroy Kwadwo (rechts) brachte die A-Jugend der TSG Sprockhövel mit seinem Tor in der Nachspielzeit in die Verlängerung.Foto:Archiv, Manfred Sander
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Paderborn/Sprockhövel.. SC Paderborn -
TSG Sprockhövel 3:2 (n. V.)

Schade, es hat nicht ganz gereicht. Nach großem Kampf musste sich die Fußball-A-Jugend der TSG Sprockhövel in der zweiten Runde des Westfalenpokals dem SC Paderborn mit 2:3 nach Verlängerung beugen.

Mit hängenden Köpfen schlichen sich vom Platz. Sie hatten alles gegeben, sie hatten einen 0:2-Rückstand aufgeholt, sie hatten die besseren Chancen und waren über weite Strecken die bessere Mannschaft - doch am Ende stand das Aus.

„Es war schon hart, in diese enttäuschten Gesichter zu sehen“, sagte TSG-Trainer Andrius Balaika. Die Jungs hätten es verdient gehabt. Ganz sicher.“

Auch in der Westfalenliga sind sich beide Mannschaften in dieser Saison schon begegnet. Da setzte sich Paderborn mit 4:1 durch. Doch diese beiden Spielen seien nicht vergleichbar gewesen“, sagte Balaika. „Damals haben wir die erste Halbzeit total verschlafen, diesmal war es anders.“

Um hellwach zu sein, hatten sich die Sprockhöveler schon einen Tag zuvor auf den Weg nach Paderborn gemacht. Das sei auch die richtige Entscheidung gewesen, so der Trainer, dessen Mannschaft dann auch sofort munter loslegte. Schon nach zwei Minuten gab es die erste Chance für Simon Bukowski, doch Paderborns Torwart parierte. „Wir haben auch danach mit viel Tempo gespielt, leider ist es uns aber nicht gelungen, in Führung zu gehen“, so Balaika.

Auch nach dem Wechsel dominierte die TSG, doch die beiden ersten Tore erzielten die Gastgeber. Beide Treffer waren eigentlich nicht nötig. Beim 1:0 wurde Paderborns Torwart zum Vorlagengeber. „Sein Befreiungsschlag rutschte durch unsere beiden Abwehrreihen“, schilderte Andrius Balaika diese Situation. „Und dann tauchte Paderborns Angreifer ganz alleine vor unserem Torwart auf. Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte.“

Ärgerliche Gegentreffer

Auch der zweite Gegentreffer war ärgerlich. TSG-Torwart Sascha Weber wollte klären, schoss dann aber Paderborns Alex Wall an. 0:2 also aus Sicht der Sprockhöveler, die sich aber keineswegs geschlagen gaben. Ganz im Gegenteil. Sie legten noch einmal zu und zogen das Tempo weiter an. Verdienter Lohn war der Anschlusstreffer durch Tufan Seker in der 71. Minute. Bis zum Ausgleich dauerte es aber noch. Auch deshalb, weil den Gästen ein Elfmeter verwehrt wurde. „Der Schiedsrichter hat ganz komisch gepfiffen“, übte Andrius Balaika leichte Kritik an dem Unparteiischen. „Das war auch in der Verlängerung noch so, auch da hätte es einen Elfmeter für uns geben müssen.“

In diese Verlängerung hatte die TSG Leroy Kwadwo gebracht – durch einen Treffer in der 91. Minute. Und weil der Schiedsrichter dann noch einmal fünf Minuten drauf legte, boten sich den Sprockhövelern noch zwei hochkarätige Möglichkeiten, die aber nicht genutzt wurden.

In der siebten Minuten der Verlängerung erzielte Paderborn dann das 3:2, das letztlich entscheidend sein sollte, obwohl Sprockhövel danach noch mit Macht auf den Ausgleich drängte. Es entwickelte sich nun ein Spiel auf ein Tor mit zahlreichen Freistößen, Ecken und Chancen für die TSG. Doch das 3:3 fiel nicht mehr.

„Aus meiner Sicht war es eine unserer besten Saisonleistungen“, sagte Andrius Balaika. „Ich bin ja ein Trainer, der sonst nicht so viel lobt. Aber heute komme ich daran nicht vorbei.“

Tore: 1:0 Till Neumann (51.), 2:0 Alex Wall (67.), 2:1 Tufan Seker (67.), 2:2 Leroy Kwadwo (90.+1), 3:2 Safet Abaz (97.).
TSG: Weber, Bukowski, Seker, Maldea, Heiserholt, Ciccarelli, Höltke, Kwadwo, Oberdorf, Elezovic (64. Akgül), Karaca.