Sprockhöveler Kraftakt gegen Witten

Lisa Beckendorf steuerte zwei Tore zum  etwas überraschenden Sieg der TSG Sprockhövel im Auswärtsspiel gegen den ETSV Witten II bei.Foto:Walter Fischer
Lisa Beckendorf steuerte zwei Tore zum etwas überraschenden Sieg der TSG Sprockhövel im Auswärtsspiel gegen den ETSV Witten II bei.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer / WAZ FotoPool

Witten/Sprockhövel.. ETSV Witten II -
TSG Sprockhövel 16:17

Die Landesliga-Handballerinnen der TSG Sprockhövel spielen eine ordentliche Saison. Aber Auswärtsspiele gehörten bislang nicht unbedingt zu ihren Stärken. Umso erstaunlicher ihre Leistung beim 17:16-Sieg gegen den ETSV Witten II, den sie ohne Auswechselspielerin zu Wege brachten.

Zu den längerfristig fehlenden Spielerinnen Germaine Höltermann und Jenny Böhmer kamen die Ausfälle von Theresa Ruthenbeck (Studium) sowie von Iljana Valero und Lena Ascherfeld (beide erkrankt). Zu allem Überfluss ging mit Simone Weltzien eine Spielerin gesundheitlich stark angeschlagen in die Partie. „Auf der Bank saß mit Ina Thronicker nur noch eine zweite Torhüterin“, schilderte Sprockhövels Trainer Ingo Wietzke die mehr als angespannte Personallage. „Letztlich war es ein richtiger Kraftakt.“

Die Partie war zunächst eine recht zähe Angelegegenheit. Beide Angriffsreihen taten sich sehr schwer, nach zehn Minuten stand es gerade einmal 2:2. Simone Weltzien per Siebenmeter und Pat Schneider aus dem Feld heraus hatten bis dahin für die TSG getroffen.

Nach einer 5:3-Führung für Sprockhövel gelangen den Wittenerinnen dann aber fünf Treffer in Folge. Doch Sprockhövel legte noch einmal zu. Lisa Beckendorf, Pat Schneider und Laura Ascherfeld trafen, so dass es mit einem 8:8 in die Pause ging.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich eigentlich nicht viel, es blieb ein enges Spiel auf eher niedrigem Niveau. Der TSG gelang es aber recht gut, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. „Das mussten wir auch“, so Wietzke. „Witten hatte 14 Spielerinnen im Kader, konnte also von der Bank aus reagieren. Wir mussten uns dagegen die Kräfte einteilen.“ Beim 10:9 lag der ETSV letztmalig in Führung, danach legte immer die TSG vor. In den letzten 15 Minuten hielt dann Shari Bugal mit drei Toren in Folge ihre Mannschaft im Spiel. Und vier Minuten vor Schluss gelang Jenny Schmidt vom Kreis aus das 17:15.

Offene Deckung in der Schlussphase

„Wir haben es dann ruhig angehen lassen, wir wollten die Zeit herunterspielen“, so Ingo Wietzke. Witten kam zwar noch zum Anschlusstreffer, doch mehr sprang für die Gastgeberinnen trotz offener Deckung nicht mehr heraus.

Kämpferisch also eine ganz Vorstellung der TSG Sprockhövel, letztlich war es aber auch der Schwäche des Gegners geschuldet, dass in Witten die Auswärtspunkte drei und vier eingefahren werden konnten. Denn die Gastgeberinnen schafften es nicht, die numerische Überzahl auszunutzen und daraus Kapital zu schlagen.

TSG: Heidholt, Thronicker; Laura Ascherfeld (2), Beckendorf (2), Bugal (4), Schmidt (1), Schneider (3), Weltzien (5/3).