Sprockhövel will sich rehabilitieren

Max Claus wurde im Pokalspiel gegen Herdecke geschont, am Sonntag wird er aber wohl wieder in der Startelf stehen.Foto:Walter Fischer
Max Claus wurde im Pokalspiel gegen Herdecke geschont, am Sonntag wird er aber wohl wieder in der Startelf stehen.Foto:Walter Fischer
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Sprockhövel..  Wiedergutmachung ist bei der TSG Sprockhövel am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Lippstadt angesagt. In zweierlei Hinsicht.

Zunächst einmal wollen sich die Sprockhöveler nach der peinlichen 0:2-Pokalniederlage am Mittwochabend gegen den Bezirksligisten TSG Herdeke rehabilitieren, und darüber hinaus gilt es, gegen den aktuellen Gegner etwas gutzumachen. Denn das Hinspiel ging mit 0:7 verloren.

Die Spiele gegen Herdecke und Lippstadt will TSG-Trainer Robert Wasilewski aber nicht miteinander vergleichen. Beim Pokal-Aus gegen Herdeke gab es ein kollektives Versagen über die gesamte Spielzeit. Beim Meisterschaftsspiel in Lippstadt spielten die Sprockhöveler aber zumindest eine Halbzeit lang ordentlich. „Es war nicht alles falsch, was die Mannschaft da in der ersten Halbzeit abgeliefert hat“, sagt Wasilewski. „Da haben wir ein frühes Tor bekommen und eines kurz vor der Pause. Zwischen diesen beiden Treffern gab es für uns aber drei hundertprozentige Chancen. Aber dann sind wir in der zweiten Halbzeit völlig eingebrochen. Das war dann eine desolate Leistung.“

Dieses Spiel und diese Leistung wollen auch die Spieler so nicht stehen lassen. Sie wollen zeigen, dass sie es besser können. „Wir haben uns natürlich über Lippstadt unterhalten. Die Jungs sind jetzt richtig heiß“, sagt Wasilewski.

Mit Blick auf die Pokalpleite am Mittwochabend muss man kein großer Prophet sein, um zu sagen, dass die Aufstellung am Sonntag wohl eher der aus dem letzten Meisterschaftsspiel gegen Hüls als der aus dem Pokalspiel gegen Herdecke gleichen wird. So werden Max Claus und Christian Kalina in die Startelf zurückkehren. Beide wurden zuletzt geschont. Ebenso wie Finn Heiserholt, Adrian Wasilewski und Simon Bukowski, die erst spät eingewechselt wurden. „Da war aber schon nichts mehr zu retten“, sagt Sprockhövels Trainer, der am Sonntag wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Falls sich auch noch Ferhat Ülker rechtzeitig zurückmelden sollte, dann stünde der komplette Kader zur Verfügung.

Im Spiel gegen den Tabellensechsten aus Lippstadt steht der TSG natürlich eine anspruchsvolle Aufgabe bevor. Mit einem Punktgewinn könnten die Sprockhöveler sicher schon zufrieden sein. Denn die Situation hat sich in den letzten beiden Wochen verbessert. Zwischen der TSG und einem Abstiegsplatz stehen jetzt noch die Mannschaften aus Hüls und Hamm. Auf dem ersten Abstiegsplatz ist weiterhin Westfalia Herne zu finden. Aber die Herner punkten weiter. Zuletzt zwar nur einfach, dafür aber gegen starke Gegner – wie am letzten regulären Spieltag beim 1:1 gegen Tabellenführer Rot-Weiss Ahlen und wie am Mittwoch beim 0:0 im Nachholspiel gegen Lippstadt.

Schlusslicht SV Zweckel hat dagegen das Nachholspiel gegen Eintracht Rheine mit 1:3 verloren. Die Gladbecker sind übrigens der übernächste Gegner der TSG. „Das wird dann eine haarige Sache“, sagt Robert Wasilewski. „Denn dann geht es für Zweckel wohl schon um die letzte Chance.“