Sprockhövel vor ganz wichtigen Wochen

Auswärts hat die TSG Sprockhövel um Kapitän Raoul Meister (links) in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen.Foto:Fischer
Auswärts hat die TSG Sprockhövel um Kapitän Raoul Meister (links) in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen.Foto:Fischer
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Sprockhövel..  Für den Fußball-Oberligisten TSG Sprockhövel stehen ganz wichtige Wochen an. Es geht darum, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze zu hallet oder besser noch - ihn auszubauen.

In den nächsten Spielen soll nun endlich wieder gepunktet werden. Am Ostermontag läuft die TSG um 15 Uhr beim ASC Dortmund auf. Danach folgen die beiden Heimspiele gegen Hüls und Lippstadt, ehe es zum aktuellen Schlusslicht SV Zweckel geht.

Gut aus Sprockhöveler Sicht ist, dass sich die Personallage weiter entspannt. Bis auf Ferhat Ülker sind alle Spieler im Training. Für eine Rückkehr in die Startelf drängt sich wohl vor allem Christian Kalina auf. Der Innenverteidiger zieht im Training seit zwei Wochen wieder voll mit. „Auch Phillipp Schulz hat zuletzt gut trainiert“, sagt TSG-Trainer Robert Wasilewski, der in seinem Kader aber einen Sonderfall hat. Und das ist Max Claus. Der Torjäger hat in der Rückrunde zwar schon ein paar Einsatzminuten auf sein Spielkonto gebracht, doch sein Knie bereitet ihm weiterhin Probleme. Inzwischen ist auch klar, dass Claus operiert werden muss. „Das wird Mitte April sein“, sagt Robert Wasilewski. „Er steht uns also noch 14 Tage lang zur Verfügung. Danach werden wir für den Rest der Saison auf Max verzichten müssen.“

Obwohl es zuletzt nicht so gut lief, strahlt Sprockhövels Trainer weiter Optimismus aus. „Ich vertraue dieser Mannschaft, ich stehe voll hinter ihr“, sagt Wasilewski, der aber natürlich auch weiß, dass diese Mannschaft auch endlich einmal auswärts etwas reißen muss. Denn von ihren bisher 21 Punkten haben die Sprockhöveler erst drei auf des Gegners Platz geholt. Die resultierten aus drei Unentschieden, einen Sieg hat es auswärts überhaupt noch nicht gegeben.

Eine Kunstrasen-Mannschaft

Ein Grund dafür ist, dass Sprockhövel eine Kunstrasenmannschaft ist. Auf diesem Untergrund ist das Spiel natürlich anders als auf Naturrasen, den es am Ostermontag in Dortmund zu bespielen gilt. Und wenn der Naturrasen dann noch, wie eigentlich zu erwarten, sehr tief sein wird, funktioniert das Sprockhöveler Kurzpassspiel nicht mehr. „Das ist uns schon bewusst“, sagt Robert Wasilewski. „Allein mit spielerischen Mitteln kommt man bei solchen Bedingungen nicht weiter. Man muss es mit einfachen Mitteln versuchen, und vor allem muss man sich ins Spiel kämpfen.“

Und natürlich gilt es auch, die individuellen Fehler abzustellen. Denn durch die ist die TSG zuletzt immer wieder ins Hintertreffen geraten. Und weil die Sprockhöveler bei erst 24 Treffern in 23 Spielen nicht unbedingt zu den torgefährlichsten Mannschaften der Liga gehören, fällt es schwer, ein Spiel nach einem Rückstand noch zu drehen - obwohl sich die Mannschaft nicht aufgibt, wie man bei den Aufholjagden in den Spielen gegen Herne (2:1 nach 0:1) und Ennepetal (2:2 nach 0:2) gesehen hat. Doch immer gelingen solche Kraftakte halt nicht.