Sprockhövel ohne Ülker nach Erkenschwick

Hasan Ülker handelte sich am vergangenen Sonntag seine fünfte Gelbe Karte ein und ist im Spiel gegen  Erkenschwick gesperrt.Foto:Olfa Ziegler
Hasan Ülker handelte sich am vergangenen Sonntag seine fünfte Gelbe Karte ein und ist im Spiel gegen Erkenschwick gesperrt.Foto:Olfa Ziegler
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Sprockhövel..  Das Heimspiel gegen den SuS Neuenkirchen haben die Oberliga-Fußballer der TSG Sprockhövel am vergangenen Wochenende in den Sand gesetzt. Da gab es eine 1:3-Niederlage gegen einen Gegner, der sicherlich schlagbar war. Ungleich schwieriger wird es für die TSG am Sonntag im Auswärtsspiel gegen die SpVgg. Erkenschwick.

Die Niederlage gegen Neuenkirchen war sicherlich ärgerlich, doch viel passiert ist im Abstiegskampf nicht, denn auch der Tabellenletzte SV Zweckel hat verloren. Sprockhövel hat also weiterhin zehn Punkte Vorsprung auf die Gladbecker. Und es wird in diesem Jahr wohl nur eine Mannschaft geben, die aus sportlichen Gründen absteigt, weil der VfB Hüls in der kommenden Saison nur noch in der Bezirksliga spielen will.

Doch Sprockhövels Trainer traut dem ganzen Braten noch nicht so richtig. „Das ist noch nicht offiziell“, sagt Robert Wasilewski. Hüls hat aber inzwischen den Antrag auf Rückstufung gestellt. Das bestätigte Oberliga-Staffelleiter Reinhold Spohn auf Anfrage der Hattinger Zeitung. Diesem Antrag muss noch vom Verband zugestimmt werden.

Die TSG wird also wohl auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielen, weshalb der Druck vor dem Spiel gegen Erkenschwick nicht unerträglich ist. Doch dem TSG-Trainer wäre ein bisschen mehr Druck gar nicht einmal unrecht. „Im Spiel gegen Neuenkirchen hat bei uns die Spannung gefehlt“, sagt Robert Wasilewski. „Vielleicht hat sich die Mannschaft auch zu sicher gefühlt.“

Wenn die Sprockhöveler in Erkenschwick punkten wollen, dann werden sie mehr als nur 80 Prozent ihres Leistungsvermögens abrufen müssen. Denn bei Erkenschwick handelt es sich um eine der besten Mannschaften der Liga, die auch über einen der besten Torjäger verfügt. Stefan Oerterer hat in dieser Saison schon 23 Treffer erzielt. Zum Vergleich: Alle TSG-Spieler zusammen kommen auf 30 Tore. „Stefan Oerterer hat seine Klasse in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen“, sagt Robert Wasilewski. „Ihn müssen wir im Auge behalten. Das müssen wir aber als Mannschaft regeln, eine Sonderbewachung wird es nicht geben. Wir wollen ja nicht Fußball wie vor 20, 30 Jahren spielen.“

Seine Mannschaft werde die Aufgabe mit dem nötigen Respekt angehen, keineswegs aber mit Angst“, sagt Robert Wasilewski. „Angst ist der erste Schritt zur Niederlage. Wir müssen uns darüber klar sein, dass wir selbst auch Qualität haben. Und die müssen wir einbringen.“

Große Personalrotaionen wird es bei der TSG nicht geben. Allerdings ist Adrian Wasilewski, der zuletzt gesperrt war, wieder dabei. Dafür fehlt diesmal aber Hasan Ülker wegen seiner fünften Gelben Karte. Verletzungsbedingt ausfallen wird Robin Kost, ansonsten sind alle Spieler im Training.