Sprockhövel hat gegen Erndtebrück nichts zu verlieren

Den Sieg gegen Herne fe
Den Sieg gegen Herne fe
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Gegen Hamm und Hohenlimburg wurden der TSG Siegchancen eingeräumt, gegen Erndtebrück am Wochenende scheint ein Erfolg fast unmöglich. Trainer Rober Wasilewski denkt trotzdem über eine offensive Ausrichtung nach.

Eine Woche voller Gegensätze für die TSG Sprockhövel: Nach Oberliga-Abstiegskampf in Hamm und Kreispokalviertelfinale gegen Landesligist SV Hohenlimburg ist die TSG am Sonntag (15 Uhr) erstmals klarer Außenseiter, wenn der TuS Erndtebrück am Baumhof zu Gast ist. Der kommt mit einer eindrucksvollen Bilanz nach Sprockhövel: 50 Tore geschossen – bester Angriff der Oberliga. 16 Gegentore kassiert – beste Abwehr der Oberliga. Zur Tabellenführung reicht das zwar nicht, die Aufstiegsambitionen untermauerte der TuS allerdings schon im November auf dem Platz mit einem 7:1 über RW Ahlen und zuletzt auch auf dem Papier mit dem Antrag auf die Regionalligalizenz. Die Rollen sind also klar verteilt zwischen TuS und TSG.

Auch TSG-Trainer Robert Wasilewski schwärmt von der Erndtebrücker Mannschaft: „Erndtebrück ist eine ambitionierte Mannschaft mit gutem Kader. Die haben eine starke Offensive, schon 50 Tore geschossen, das wird eine richtig schwere Aufgabe.“ Andererseits ergebe sich aus dieser Ausgangslage auch ein Vorteil für die TSG: Niemand erwartet einen Punktgewinn. „Wir haben nichts zu verlieren, aber wenn wir punkten wären das natürlich Big Points.“

Nachdem sich seine Mannschaft wochenlang mit Personalproblemen herumschlagen musste, hat Wasilewski endlich wieder fast seinen kompletten Kader beisammen, über 20 Spieler im Training. Bis auf den Langzeitverletzten Philipp Schulz und den Gesperrten Hasan Ülker stehen ihm alle Spieler zur Verfügung, vier A-Jugendliche hat Wasilewski zusätzlich mittrainieren lassen, räumt ihnen auch Einsatzchancen ein. „Bei so großer Konkurrenz werden auch die Trainingseinheiten besser, wir haben gut gearbeitet in dieser Woche.“ Hinter Max Claus, der in Hamm debütierte, steht allerdings noch ein Fragezeichen, er hat wieder leichte Knieprobleme.

Leichter Aufwärtstrend zu sehen

Der leichte Aufwärtstrend, der im Kreispokal unter der Woche zu sehen war, solle sich bestätigen: „Wir haben in Hamm in der Offensive zu wenig zustande gebracht, die Platzverhältnisse dort dürfen keine Ausrede sein. Gegen Hohenlimburg war es schon ein bisschen besser.“ Noch ein bisschen viel besser sollte es gegen Erndtebrück allerdings schon werden, wenn die TSG punkten will. „Wir wollen als Mannschaft dagegenhalten, es hängt nicht an Einzelspielern. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen besonders in der Offensive besser werden.“ Klingt, als ob die TSG sich nicht am eigenen Sechzehner verbarrikadieren und dann kontern wolle, sondern dem Favoriten durchaus offensiv entgegentreten will.

Welche Strategie Wasilewski dann am Sonntag tatsächlich wählt, um für die Überraschung zu sorgen, wollte er aber erst nach dem Abschlusstraining am Freitagabend entscheiden. Allgemein gehe es darum, die Fehler aus dem Spiel in Hamm abzustellen, die Heimstärke zu beweisen: „Ganz egal, wie wir das Spiel angehen: Wir dürfen keine Angst vor Erndtebrück haben.“