Sprockhövel grüßt von der Spitze

Viele Spieler der Sprockhöveler C-Jugend kennen sich schon seit Mini-Kicker-Zeiten.Foto:Küpper
Viele Spieler der Sprockhöveler C-Jugend kennen sich schon seit Mini-Kicker-Zeiten.Foto:Küpper
Foto: privat

Sprockhövel..  Sie sind eine verschworene Gemeinschaft. Trainer, Spieler und Eltern ziehen an einem Strang. Bei so viel Einsatz bleibt auch der Erfolg nicht aus, und so überwintert die Fußball-C-Jugend-Mannschaft der TSG Sprockhövel in der Bezirksliga an der Tabellenspitze.

Trainiert wird das Team von Holger Küpper, Ulrich Oxfort und Shahin Aghababaei. Oxfort und Küpper sind schon lange im Verein. Den Großteil der Mannschaft haben sie schon als Mini-Kicker trainiert. Holger Küpper spielte zudem lange für die erste Mannschaft der TSG, die damals unter Trainer Günter Etterich den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.

Vor der aktuellen Saison bekam das Duo Küpper/Oxfort Verstärkung. „Der Uli hat damals zu mir gesagt: „Wir machen das jetzt schon so lange, wir brauchen auch einmal frisches Blut“, so Küpper. Als dritter Trainer kam so Shahin Aghababaei hinzu. Der trainierte zuvor die D-Junioren des LFC Laer und fand den Kontakt zur TSG über A-Jugend-Trainer Andrius Balaika. „Ich wusste zwar, dass dieser Verein strukturell und personell sehr gut aufgestellt ist“, so Aghababaei. „Doch zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, was mich wirklich erwartet. Ich habe dann schnell gemerkt, dass sich auch die Eltern ganz hervorragend verstehen, und ich wurde wirklich sehr herzlich empfangen.“

Richtungsweisender Auftakt

Neun Spieler der aktuellen C-Jugend-Mannschaft spielten schon als Mini-Kicker oder F-Jugendliche für die TSG. Erfolge haben sie im Laufe der Jahre reichlich gefeiert, so wurden sie beispielsweise zweimal Kreispokalsieger. Nur in der Landesliga haben sie halt noch nie gespielt. Aber das kann jetzt gelingen, obwohl es gar nicht geplant war. Doch schon das erste Spiel wurde zu einer richtungsweisenden Partie. Denn da ging es gegen den VfB Hüls, der als heißer Aufstiegskandidat galt. Hüls wurde zunächst auch seiner Favoritenrolle gerecht, doch aus einem 0:2-Rückstand machte die TSG noch einen 3:2-Sieg.

„Das war sicher ein Schlüsselspiel, und der Sieg hat uns ein sehr positives Gefühl gegeben“, erinnert sich Holger Küpper. „Und von da an war uns eigentlich klar, dass wir ganz oben mitspielen können.“

Das machte die TSG dann auch, doch der Sprung an die Spitze gelang erst später, als es zwei Spitzenspiele in Folge gab. Gegen Schermbeck und Wanne-Eickel. Nach dem Sieg gegen den damaligen Dritten Schermbeck zog die TSG mit Tabellenführer Wanne-Eickel gleich – nach Punkten und Toren. Und als später dann auch Wanne-Eickel geschlagen wurde, war die TSG alleiniger Tabellenführer.

Und an der Spitze fühlen sie sich ausgesprochen wohl. „Jetzt wollen wir es auch packen“, sagt Holger Küpper, der die Stärken der Mannschaft vor allem im technischen Bereich sieht. „Bei uns wird der Ball nicht einfach nach vorne gedroschen, wir spielen Fußball miteinander“, sagt er. „Manchmal ist uns der Gegner körperlich überlegen, doch das gleichen wir durch unsere Spielweise aus.“ „Wir sind sehr flexibel“, ergänzt Shahin Aghababaei. „Jeder Spieler beherrscht mindestens zwei Positionen und wird auf diesen Positionen auch eingesetzt.“

Weiter geht es jetzt am 21. Februar. Dann steht gegen Hüls gleich wieder ein Spitzenspiel an. Doch schon in der Woche zuvor sind die Spröckhöveler am Ball - in der ersten Runde des Westfalenpokals. Auch das ist ein großer Erfolg für das verschworene Team.