Sprockhövel geht die Luft aus

Ball abgefangen: In der ersten Halbzeit lieferte die TSG gegen Rhynern ein Spiel auf Augenhöhe ab, nach dem Wechsel ging es aber dahin.Foto:Manfred Sander
Ball abgefangen: In der ersten Halbzeit lieferte die TSG gegen Rhynern ein Spiel auf Augenhöhe ab, nach dem Wechsel ging es aber dahin.Foto:Manfred Sander
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Sprockhövel.. TSG Sprockhövel -
Westfalia Rhynern 1:5

Am Ende wurd’s bitter. Mit 1:5 verlor die TSG Sprockhövel ihr Heimspiel gegen Westfalia Rhynern.

Man muss es wohl so sagen: Letztlich hatten die Sprockhöveler in diesem Spiel keine Chance, obwohl sie eine Halbzeit lang ganz hervorragend spielten. Doch die Schlüsselszene in dieser Partie gab es schon in der 5. Minute. Denn da gab es einen Zweikampf zwischen Felix Gremme und Philipp Hanke im Sprockhöveler Strafraum. Rhynerns Hanke ging zu Boden, Schiedsrichter Stefan Tendyck entschied auf Elfmeter und zeigte zudem Sprockhövels Felix Gremme die Rote Karte, weil nach Meinung des Unparteiischen eine klare Torchance verhindert wurde. Ganz klar, das war eine harte Entscheidung, die im Baumhof ausgiebig diskutiert wurde. Rhynerns Lennard Kleine war das aber herzlich egal. Er verwandelte den Strafstoß sicher.

Sprockhövel lag also zurück und hatte zudem einen Spieler weniger auf dem Feld. Eigentlich war klar, dass das nicht durchzuhalten war, zumal der Kader diesmal recht übersichtlich und zudem mit vier A-Jugendspielern bestückt war, die schon das Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen in den Beinen hatten.

„Von der Bank aus konnte ich kaum noch reagieren“, sagte TSG-Trainer Robert Wasilewski. „Und wenn man dann noch fast ein ganzes Spiel lang in Unterzahl ist, wird es natürlich richtig schwierig. Rhynern war allerdings auch stark.“

Zunächst aber nicht. Die Sprockhöveler steckten die frühen Rückschläge nämlich recht gut weg und rissen das Spiel an sich. Und in der 21. Minute gelang Max Claus auch der verdiente Ausgleich. Sein fünftes Tor in der Rückrunde war es, diesmal traf er aber mit seinem stärkeren rechten Fuß. Die Sprockhöveler hätten vor der Pause sogar erhöhen können. Chancen gab es für Burak Akyürek und Tim Dudda.

Waren die Gäste in der ersten Halbzeit in Überzahl noch recht hilflos, so zogen sie nach Wiederanpfiff ganz andere Saiten auf. Jetzt verlagerten sie das Spiel konsequent, brachten die Sprockhöveler so richtig ans Laufen und fanden dann auch immer wieder Lücken in der TSG-Abwehr.

In der 57. Minute kippte die Partie dann endgültig. Hasan Ülker verlor dem Ball im Dribbling, Rhynern schaltete ganz schnell um und kam durch Christoph Debowiak zum 2:1. Sprockhövel wehrte sich zwar noch, doch als dann Felix Krellmann in der 65. Minute per Kopfball auf 3:1 erhöhte, war die Partie entschieden. Sprockhövel bemühte sich zwar bis zum Schlusspfiff noch um Schadensbegrenzung, doch das gelang nur bedingt.

Tore: 0:1 Lennard Kleine (FE, 6.), 1:1 Max Claus (21.), 1:2 Christoph Debowiak (57.), 1:3 Felix Krellmann (65.), 1:4, 1:5 Philipp Hanke (77., 83.).
TSG: Knieps, Orlowski (10. Rößler), R. Meister, Kalina, H. Ülker, Dudda (79. Heiserholt), Hodzic, Gremme, Akyürek, Claus (68. Schulz), Wasilewski.
Westfalia:
Hunnewinkel, Böhmer, Schmidt, Wurst, Tran (37. Debowiak), Krellmann, Hanke, Menne, Kleine (78. Kusakci), Apolinarksi (46. Wiede), Bechtold)
Rote Karte: Gremme (TSG, 5.).
Schiedsrichter:
Stefan Tendyck.