Sprockhövel fiebert mit dem Nachwuchs

Für Torwart Patrick Knieps läuft die Zeit bei der TSG Sprockhövel langsam ab. Knieps wechselt, wie auch Christian Kalina und Phillipp Schulz, zum SCO.Foto:Hanusch
Für Torwart Patrick Knieps läuft die Zeit bei der TSG Sprockhövel langsam ab. Knieps wechselt, wie auch Christian Kalina und Phillipp Schulz, zum SCO.Foto:Hanusch
Foto: WAZ FotoPool
Am Sonntag steht im Baumhof zunächst das Spitzenspiel in der A-Jugend-Westfalenliga an.Am Nachmittag trifft dann die Senioren-Oberliga-Mannschaft auf Westfalia Rhynern

Sprockhövel..  Fünf Spiele vor dem Saisonende ist die TSG Sprockhövel fast schon auf der sicheren Seite. Der ganz große Druck ist im Abstiegskampf wohl weg, und für viele Spieler und den scheidenden Trainer beginnt jetzt schon so etwas wie eine Abschiedstour.

Doch ganz so sieht es TSG-Trainer Robert Wasilewski nicht. Der 44-Jährige möchte absolute Sicherheit haben. „Ein paar Punkte werden wir noch brauchen“, sagt er dann. „Wir müssen jetzt so schnell wie möglich alles klarmachen, und dann möchte ich den Zuschauern noch ein paar schöne Spiele schenken. Und auch einigen Spielern, die seit gefühlten 100 Jahren für die TSG gespielt haben. Andrius Balaika hört auf, und Patrick Knieps, Phillipp Schulz und Christian Kalina wechseln zum SC Obersprockhövel.“

Angesichts eines komfortablen Vorsprungs kann die TSG recht schnell die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. 15 Punkte sind noch zu vergeben, und der Vorsprung auf Schlusslicht SV Zweckel beträgt zehn Zähler, der auf den Tabellenvorletzten Westfalia Herne jetzt auch wieder neun Punkte. Und auch am VfB Hüls, der sich von der Oberliga in die Bezirksliga zurückstufen lassen will, ist die TSG durch das überraschende 1:1 gegen Erkenschwick am vergangenen Wochenende vorbei gezogen.

Weiter geht es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Westfalia Rhynern. In der Hinrunde wurde in Rhynern nach einer ganzen schwachen ersten Halbzeit zwar mit 1:3 verloren, doch das interessiert Robert Wasilewski inzwischen nicht mehr. „Wir haben jetzt eine ganz andere Situation“, sagt er. „Wir hatten in der Saison auch großes Verletzungspech, wir mussten zwischenzeitlich ohne Stürmer spielen. Das war alles nicht so einfach.“

Treffer mit dem schwächeren Fuß

Inzwischen gibt es wieder Stürmer – und mit Max Claus einen ganz hervorragenden. Claus erzielte am vergangenen Wochenende bereits sein viertes Tor, obwohl er erst im Winter gekommen ist und dann auch die ersten Rückrundenspiele verpasste. Seine vier Treffer erzielte Claus übrigens mit seinem schwächeren, mit seinem linken Fuß. „Ich habe ihm jetzt auch gesagt, dass er es einmal mit rechts versuchen soll“, sagt Robert Wasilewski mit einem Augenzwinkern, denn an den Leistungen seines Torjägers hat er im Grunde überhaupt nichts auszusetzen. „Spieler wie Max sind ganz wichtig für eine Mannschaft, Max ist ein Kämpfer, und er sucht förmlich den Ball“, so der Trainer.

Die Oberliga-Mannschaft spielt um 15 Uhr gegen Rhynern, aber das Fußball-Programm im Baumhof startet schon um 11 Uhr. Und zwar mit einem absoluten Knaller. Denn dann will die A-Jugend-Mannschaft weiter an der Verwirklichung eines kleinen Fußball-Wunders arbeiten. Der Bundesliga-Aufstieg, von dem vor ein paar Wochen allenfalls geträumt wurde, an den aber wohl niemand ernsthaft geglaubt hatte, soll nun ganz offensiv angegangen werden. Die Sprockhöveler haben nur einen Zähler Rückstand auf Spitzenreiter SC Verl und erwarten am Sonntag die mit ihnen punktgleiche Mannschaft von Rot-Weiß Ahlen. Also wieder eine enorm hohe Hürde für die Mannschaft von Trainer Andrius Balaika. Doch hohe Hürden haben die jungen Sprockhöveler, wie zum Beispiel am vergangenen Wochenende beim 4:1 in Wattenscheid, zuletzt locker übersprungen.