Sprockhövel fehlen noch ein paar Pünktchen

Christopher Antwi-Adjej (rechs) klagt schon seit längerer Zeit über Leistenbeschwerden. Deshalb kam er zuletzt nicht zum Einsatz.Foto:Fischer
Christopher Antwi-Adjej (rechs) klagt schon seit längerer Zeit über Leistenbeschwerden. Deshalb kam er zuletzt nicht zum Einsatz.Foto:Fischer
Foto: Fischer / WAZ FotoPool

Sprockhövel..  Der Klassenerhalt ist für den Fußball-Oberligisten TSG Sprockhövel noch nicht in trockenen Tüchern. Die Konkurrenz hat zuletzt gepunktet, dagegen gab es nichts Zählbares für die TSG, für die am Pfingstmontag das Auswärtsspiel gegen den SuS Stadtlohn ansteht.

Der Tabellenletzte SV Zweckel fuhr zuletzt einen völlig überraschenden 2:1-Sieg gegen Erkenschwick ein, und sicher war auch nicht mit einem 3:2-Erfolg des Vorletzten Westfalia Herne in Gütersloh zu rechnen. Weil sich der VfB Hüls aber freiwillig aus der Oberliga verabschieden wird, muss die TSG nur eine dieser beiden Mannschaften hinter sich lassen. Der Vorsprung auf Zweckel beträgt vier Spieltage vor Saisonschluss sieben Punkte, aber der auf die Westfalia aus Herne, die am Donnerstagabend im vorgezogenen Spiel gegen den TuS Ennepetal 3:0 gewann, jetzt nur noch drei Zähler.

„Natürlich kam das überraschend, doch mit solchen Ergebnissen muss man am Ende einer Saison immer rechnen“, sagt TSG-Trainer Robert Wasilewski, der nach dieser Spielzeit seinen Platz auf der Bank räumen wird. Der 44-Jährige ist aber weiterhin mit großem Engagement bei der Sache. „Es war ja keine einfache Saison, und sie hat auch reichlich Nerven gekostet, doch jetzt will ich hier meine Mission erfolgreich zu Ende bringen“, so der Coach.

Allerdings gingen Wasilewski zuletzt die Spieler aus - wie zum Beispiel am vergangenen Wochenende beim Heimspiel gegen Rhynern. „Da waren nur noch die A-Jugendlichen, die zuvor schon 90 Minuten gespielt hatten, und zwei Verteidiger auf der Bank“, sagt der Trainer, dem deshalb also die Hände gebunden waren.

Felix Gremme gesperrt

Und für das Spiel in Stadtlohn fällt jetzt ja auch noch Felix Gremme aus. Der 20-Jährige handelte sich am vergangenen Sonntag schon nach fünf Minuten eine Rote Karte ein und ist folglich gesperrt. „Wir haben gegen Rhynern aber auch in Unterzahl eine Halbzeit sehr gut gespielt“, sagt Wasilewski im Rückblick. „Aber das hat auch viel Kraft gekostet, und deshalb waren die meisten Spieler in der zweiten Halbzeit völlig platt.“

Nicht bis zum Ende erlebte das letzte Spiel Tim Dudda. Der 20-Jährige knickte unglücklich um und musste ausgewechselt werden. Inzwischen hat Dudda aber wieder trainiert, die Chancen auf einen Einsatz stehen also nicht schlecht.

Anders sieht es hingegen bei Christopher Antwi-Adjej und Adrian Wasilewski aus. Antwi-Adjej fehlte zuletzt wegen einer Leistenverletzung komplett, und Adrian Wasilewsi klagte nach dem Spiel gegen Rhynern über ähnliche Beschwerden. „Eigentlich hätte Adi schon zur Halbzeit raus gemusst“, sagt sein Vater, Robert Wasilewski. „Mal schauen, ob es jetzt bis Montag reicht. Ich denke, eher nicht.“

Weil der Senioren-Kader also ziemlich ausgedünnt ist, wird es wohl wieder Hilfe von der A-Jugend geben. Denn die ist über Pfingsten nicht im Einsatz – erst am Wochenende darauf wieder, wenn der Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht werden soll.