SG Welper: Der Kapitän geht von Bord
11.06.2010 | 15:15 Uhr 2010-06-11T15:15:00+0200
Auch zwei Wochen nach dem feststehenden Bezirksliga-Abstieg der SG Welper steht Spielern und Verantwortlichen der Schreck ins Gesicht geschrieben. Begreifen kann das auch der Spielführer der ersten Mannschaft, Jeffrey Cybart, nicht. Mit dem 25-Jährigen sprachen wir über die Gründe des Absturzes und die Zukunft der Mannschaft.
Die SG Welper steigt zwölf Monate nach dem Beinahe-Aufstieg in die Landesliga in die Kreisliga ab. Wie erklären Sie sich den Absturz?
Das ist schwierig zu sagen, aber es gab mehrere Faktoren: Wir hatten zwei Trainer und ein großes Verletzungspech, das wir aber nicht kompensieren konnten. Trotzdem haben wir meistens gut gespielt, die Partien aber zu selten gewonnen. Vielleicht fehlte nach den Erfolgen in den Vorjahren mit den Siegen bei Stadt- und Kreismeisterschaften aber auch der Ehrgeiz für den Abstiegskampf.
Welche Rolle spielten denn die Trainer? Unter Peter Kursinski lief es doch.
Dass Peter irgendwann aufhört, war ja allen klar. Er hatte mehrere Funktionen im Hintergrund, das war wichtig. Insofern war er mehr als nur ein Übungsleiter. Egbert Bursian und hinterher Andy Steinmann waren nur Trainer, beziehungsweise Spielertrainer.
Wie haben sich die drei denn qualitativ unterschieden?
Dazu möchte ich eigentlich nichts sagen.
Was wird nun aus der Mannschaft? Man hört, dass fast alle Spieler den Verein verlassen werden.
Das ist richtig. Fast alle werden gehen, weil sie nicht in der Kreisliga A spielen wollen. Einige spielten aber auch vorher schon mit Abschiedsgedanken. Das ist immer gefährlich.
Und wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus?
Ich wohne seit längerer Zeit in Bochum und arbeite in Dortmund. Es läuft darauf hinaus, dass ich mir in diesem Bereich einen neuen Verein suche.
Dass nach einem Abstieg viele Spieler gehen, ist ein weit verbreitetes Phänomen. Warum reißt die Mannschaft, die ja nicht schlecht war, das Ruder nicht wieder herum?
Das ist eine gute Frage. Wir hätten gar nicht erst absteigen dürfen. Lange Zeit sah es auch nicht so aus, als dass es uns erwischen könnte. Wenn ein Teil der alten Mannschaft bleiben würde, dann würde ich vielleicht auch noch einmal meine Zukunft überdenken.
Wie kann der Verein, immerhin einer der erfolgreichsten der Stadt, denn nun wieder auf die Beine kommen?
Die Strukturen im Hintergrund müssen sich ändern. Die Arbeit muss aufgeteilt, und die Jugendabteilung gestärkt werden. Der Vorstand besteht aus einem zu kleinen Kreis, der sich sich um zu viele Aufgaben kümmern muss. Das ist zwar schon seit längerem der Fall, aber der sportliche Erfolg war immer da. Das hat viele Probleme überspielt. Viele möchten zwar helfen, können es aber aus privaten Gründen nicht.
Sie gelten als Welperaner Urgestein. Seit wann haben Sie an der Marxstraße Fußball gespielt?
Ich habe 1994 in der D-Jugend der SG Welper begonnen und war seit der erfolgreichen Stadtmeisterschaft im Jahr 2006, die wir zu Hause gewonnen haben, auch Spielführer. der ersten Mannschaft.
16:41
Himbeetoni hat ganz recht. Ein schlauer Mensch.
16:08
jeff, wäre schön wenn du bleiben würdest! Mit Dir steht und fällt die Erste Mannschaft!
16:36
Jeff ist menschlich und sportlich ein herber Verlust für die SG Welper. Wenn er zusammen mit Paddi, Arthur, Eric und Backe dem Verein erhalten bleiben würde, dann hätte man ein gutes Gerüst um, mit entsprechenden Spielern, in der Kreisliga A eine gute Rolle spielen zu können. Schade.
21:14
Er hat ja recht, die Stukturen sind nicht die besten. Allerding sind die Leute in der Struktur gannz OK. Es sind halt nur wenige Einzelkämpfer, die im Ehrenamt die ganze Abteilung - 3 Senioren-, 1 Alte Herren und 10 Jugendmannschaften organisieren bzw. verwalten. Aber Jeff, nun an dich - Studium händeln, die neue Mannschaft unterstützen, und in drei Jahren spätestens den Aufstieg schaffen. Bring Paddi doch gleich mit. Glück Auf - Grün Weiß