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Fußball: Bezirksliga

SCO schlägt Hedef - Ramovic macht den Unterschied

30.08.2009 | 19:17 Uhr

Das Wort Aufstieg ist im Lager des SC Obersprockhövel noch nicht offiziell gefallen. Doch nach dem 2:1-Erfolg über Hedefspor könnte sich das bald ändern.

SC Obersprockhövel - Hedefspor Hattingen 2:1

Tore: 0:1 Sebastian Späthe (12.), 1:1 Jochen Witjes (26.), 2:1 Muhidin Ramovic (49.).

SCO: Sobkowiak, Klatt, Kovaceviç, Riechmann, Görtz, Helfers, Feldmann, Schaub (78. Baumgarten), Urso, Ramovic, Witjes (78. Calenberg).

Hedef: S. Aydin, Kartal, Güven (79. Yu. Göksu), Güntner, Späthe, Mustafi, Ç. Aydin, Duman, Inçi (61. Düsünçeli), Derin, Mustafaj.

Hedef erwischte den besseren Start - doch dann kam der SCO.

Der SCO besiegte am Sonntag schon den dritten starken Gegner hintereinander. Zuvor zogen schon der TuS Hattingen und der TuS Wengern gegen dir Grünen den Kürzeren. Hedefspor hingegen verlor erstmals in dieser Saison. Wie schon gegen Wengern geriet Obersprockhövel trotz starken Beginns in Rückstand. Yavuz Derin trat für Hedef einen Freistoß, den Sebastian Späthe irgendwie an den Innenpfosten und schließlich ins Tor lenkte. Die Führung für Hedef fiel aus dem Nichts, denn zuvor vergab Muhidin Ramovic zwei gute Gelegenheiten für die Hausherren. Der Top-Torjäger des SCO bekam mit Attilay Güven einen eigenen Bewacher. Doch erst nach einiger Anlaufzeit hatte Güven den Stürmer im Griff. „In dieser ersten Halbzeit haben wir drei bis vier Tore liegen lassen”, ärgerte sich Obersprockhövels Trainer Werner Boss.

Umso mehr freute sich Boss dann aber mit Jochen Witjes, dem so lange verletzten Obersprockhöveler Torjäger, als er nach 26 Minuten den Ausgleich erzielte, denn: „Eigentlich wollte ich Jochen erst zur zweiten Halbzeit bringen.”

Auch dieses Tor fiel in einer Phase, die eigentlich dem Gegner gehörte. Denn im Hedef-Spiel war mehr Bewegung, mehr Kreativität. Und Attilay Güven hatte Muhidin Ramovic längst im Griff. „Leider haben wir nicht während des ganzen Spiels so stark agiert”, sagte Hedef-Spielertrainer Bülent Duman. Er bemängelte auch, dass seiner Mannschaft mit zunehmender Spieldauer die Konzentration fehlte. Da Duman als Spielertrainer ein Teil dieser Mannschaft ist, trifft das auch auf ihn zu.

Dann passierte es doch noch: Kurz nach der Pause hatte Ramovic einen Millimeter zu viel Raum, und schon zappelte der Ball im Winkel. Selbst der groß gewachsene Torhüter der Hattinger, Selçuk Aydin, hatte bei dem Siegtreffer des SCO keine Abwehrchance. Bis kurz vor Spielbeginn sah es so aus, als könne Ramovic nicht auflaufen. Doch dann präsentierte er sich einmal mehr als der Torjäger vom Dienst.

Trotz des Sieges herrschte auf Seiten der Gastgeber nicht nur Sonnenschein. SCO-Routinier Dirk Riechmann schmeckte nicht, dass das 2:1 über die Zeit geschaukelt wurde. „Wir müssen einfach Fußball spielen, das haben wir heute nicht gemacht.” Starke Mannschaften gewinnen eben auch schwächere Spiele. Das wird auch bei Hedef noch der Fall sein.

Oliver Bergmann

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